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Gemeinderat

Keine Zuschüsse von der Gemeinde

Nottuln

Wer privat eine Fotovoltaikanlage installieren möchte, kann nicht mit einem Zuschuss der Gemeinde Nottuln rechnen. Mehrheitlich lehnte der Rat eine solche, von der UBG beantragte Förderung ab.

Ludger Warnke

Fotovoltaikanlagen erzeugen elektrischen Strom aus Sonnenlicht. Foto: Peter Beckmann

Es bleibt dabei: Die Gemeinde Nottuln wird nicht in die Förderung privater Fotovoltaikanlagen einsteigen. Einen entsprechenden Antrag der UBG-Fraktion – diese hatte beantragt, insgesamt 50 000 Euro dafür zur Verfügung zu stellen – lehnte der Gemeinderat in seiner letzten Sitzung des Jahres mit breiter Mehrheit ab. Im Rat ergab sich noch einmal eine längere Diskussion, weil die UBG mit Unterstützung der Klimaliste für ihren Antrag kämpfte und dabei auch auf die Nachbarkommune Senden verwies, in der ein entsprechender Antrag vom Rat gerade erst beschlossen worden ist.

Die kommunale Förderung von privaten Fotovoltaikanlagen (maximal 1000 Euro je Antragsteller) wäre ein Zeichen, dass die Gemeinde es ernst meint mit dem Klimaschutz. „Wir können nicht immer Wasser predigen, aber Wein trinken“, formulierte Waldemar Bogus (UBG).

Richard Dammann lehnte den UBG-Antrag unter anderem aus finanziellen Gründen ab. „Vielen ist offensichtlich nicht bewusst, wie knapp der Haushalt genäht ist“, sagte er. Was auf Bundes- und Landesebene bei den erneuerbaren Energien schlecht laufe, könne die Kommune nicht retten.

Das Kostenargument wollte Stephan Hofacker (Klimaliste) nicht gelten lassen. „Das kann ich nicht akzeptieren, wenn wir an anderer Stelle hunderttausende Euro für einen Kunstrasen ausgeben.“

Hartmut Rulle (CDU) hielt andere Wege für erfolgversprechender. „Ich verspreche mir von einer Bürgerenergiegenossenschaft viel mehr.“

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