Darup

Kirchliches Leben erhalten

Darup

In Darup ist das Engagement groß. Dort wurde nun eine neue Stiftung gegründet.

Detlef Scherle

Die Repräsentanten von Förderverein und neuer Stiftung in Darup (v.l.): Winfried Schürmann (1. Vorsitzender des Fördervereins), Clemens Holtgräve (2. Vorsitzender), Dr. Christian Schulze Pellengahr (Stiftungsvorstand), Werner Uckelmann (Kassierer), Norbert Kummann (Stiftungsvorstand) und Johannes Steinkamp-Bagert (Vorstandsmitglied). Nicht im Bild: Ulrike Weitkamp (Vorstandsmitglied) und Helmut Kerkeling (Stiftungsvorstand). Foto: Detlef Scherle

Gemeindemitgliederzahlen schwinden, das Geld für die kirchlichen Aufgaben wird knapper. Um das kirchliche Leben auch auf dem Dorf zu erhalten, war in Darup bereits nach dem Zusammenschluss der Nottulner Gemeinden zur Großgemeinde St. Martin ein Förderverein gegründet worden. Jetzt kommt noch ein weiteres, schon seit längerem angestrebtes Instrument dazu. In der jüngsten Versammlung des Fördervereins St. Fabian und Sebastian Darup wurde nach vielen Vorplanungen und -gesprächen eine Stiftung ins Leben gerufen. Immer dann, wenn die Pfarrgemeinde oder das Bistum Münster, die man weiter in erster Linie in der Verantwortung sieht, finanziell passen müssen, soll die Stiftung neben dem Förderverein dazu beitragen, dass Mittel zur Verfügung stehen, um kirchliche Gebäude zu erhalten und zu erneuern, sakrale Dienste zu ermöglichen, die Kinder-, Jugend- und Seniorenarbeit zu unterstützen.

„Wir hatten einen holprigen Anfang, aber alles hat sich am Ende wunderbar entwickelt“, freute sich Fördervereins-Vorsitzender Winfried Schürmann. 17 Vereinsmitglieder waren zur Stiftungsgründung erschienen. Ihr Votum fiel einstimmig aus. Der Beschluss sieht vor, dass 50 000 Euro aus dem Vereinsvermögen als Stiftungskapital zur Verfügung gestellt werden. Im vergangenen Jahr konnten, um diese Mindestsumme zusammenzubekommen, noch einmal über 10 000 Euro gesammelt werden, für die Schürmann allen Spendern dankte. Darin enthalten seien auch 5000 Euro von der Pfarrgemeinde St. Martin als Beitrag zur Stiftungsgründung, erläuterte Kassierer Werner Uckelmann.

Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr, der in Darup wohnt und im Verein mitarbeitet, hatte das Verfahren zur Gründung begleitet. Er stellte bei der Versammlung im Daruper Pfarrheim die wesentlichen Punkte der Satzung vor.

Geführt werden soll die Stiftung von einem dreiköpfigen Vorstand, dem neben Schulze Pellengahr auch Norbert Kummann und Helmut Kerkeling angehören sollen. Alle drei wurden einstimmig, Letzterer in Abwesenheit, gewählt.

Einstimmig wurde auch beschlossen, dass der Förderverein neben der neuen Stiftung bestehen bleiben soll, um bei der Unterstützung der kirchlichen Aktivitäten flexibel bleiben zu können. Bei der Stiftung dürfen ja nur Mittel aus den Zinserträgen ausgeschüttet werden. Der Verein kann Spenden auch direkt einsetzen.

Glückwünsche gingen vom Fördervereinsvorsitzenden Winfried Schürmann an die Daruper Landpartie, die mit dem Johann-Conrad-Schlaun-Preis ausgezeichnet worden ist. Auch der Förderverein bringt sich immer wieder mit Aktivitäten – zum Beispiel Führungen in der Kirche – bei der Landpartie ein, sodass Synergieeffekte erzielt werden.

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