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7172 Briefwähler sind ein neuer Rekord / 82,98 % Prozent Wahlbeteiligung

Klare Gewinne für Grüne und SPD

Nottuln

Das Nottulner Ergebnis der Bundestagswahl folgt dem Trend: Starke Gewinne für Grüne und SPD, herbe Verluste für die CDU. Anders als im Bund, muss aber auch die FDP in Nottuln Prozente abgeben.

Von Ludger Warnke

Pünktlich um 14 Uhr kam am Sonntag im Äbtissinnenzimmer der Gemeindeverwaltung der Briefwahlvorstand 1 zusammen, um erste Vorbereitungen für die abendliche Auszählung der Stimmen zu treffen. Auch hier und bei den weiteren sechs Briefwahlvorständen galt als Corona-Schutzmaßnahme die Maskenpflicht. Mehr als 7000 Nottulnerinnen und Nottulner haben diesmal von der Briefwahl Gebrauch gemacht. Ein neuer Rekord.Jaron Caspers war zum ersten Mal bei einer Bundestagswahl wahlberechtigt und gab im Wahllokal Pfarrheim St. Martinus seinen Stimmzettel ab. Im Hintergrund Wahlvorstand Nils Uhde, der wie seine Kolleginnen und Kollegen im Wahlvorstand für einen reibungslosen und ordnungsgemäßen Wahlablauf sorgte. Foto: Ludger WarnkeLudger Warnke

Die Wählerinnen und Wähler in der Gemeinde Nottuln haben der SPD und den Grünen zu klaren Stimmenzuwächsen verholfen. Gegenüber der Wahl von 2017 verbesserte sich das Zweitstimmenergebnis der SPD um rund fünf Prozent. Einen noch größeren Zuwachs gab es für die Grünen. Im Vergleich zur Wahl 2017 verdoppelten sie ihren Stimmenanteil auf 16,5 Prozent.

Wenig Freude hatte dagegen am Sonntagabend die CDU. Sie musste sowohl bei den Erststimmen als auch bei den Zweitstimmen massive Verluste von bis zu neun Prozent hinnehmen. Auch die FDP verlor auf lokaler Ebene mehrere Prozente.

Langes Warten auf erste Ergebnisse

Die Nottulner Bürger mussten lange warten, bis Ergebnisse aus der Gemeinde im Netz präsentiert wurden. Das erste Ergebnis kam um 19.29 Uhr aus dem Wahlbezirk Appelhülsen I (Bürgerzentrum) und setzte gleich ein Ausrufezeichen. Hier lag bei den Zweitstimmen die SPD vor der CDU. Zusammen mit dem zweiten Appelhülsener Stimmbezirk änderte sich das: Die CDU verteidigte in Appelhülsen mit 29,45 Prozent der Zweitstimmen knapp den ersten Platz vor der SPD (27,05 Prozent). Auch die anderen Ortsteile folgten dem Trend: Herbe Verluste für die CDU, ein deutliches Plus für die SPD und die Grünen. Dennoch bleibt die CDU stärkste Partei in der Gemeinde.

Die AfD blieb in allen Ortsteilen klar unter zehn Prozent und verlor insgesamt Stimmen. Die geringste Zustimmung für sie gab es in Schapdetten (2,6 Prozent), die meiste Zustimmung im Wahlbezirk Appelhülsen II (8,42 Prozent).

Reibungsloser Wahlablauf

Das Interesse an der Bundestagswahl war in Nottuln groß. Pünktlich zur Eröffnung der Wahllokale um 8 Uhr waren zum Teil auch schon die ersten Wähler vor Ort. Nach Informationen des Wahlamtes der Gemeinde Nottuln wurden die geltenden Corona-Schutzmaßnahmen wie die Maskenpflicht allgemein respektiert und eingehalten.

Stimmzettel wurden knapp

Den ganzen Tag über herrschte in den Wahllokalen ein reges Kommen und Gehen. In mehreren Wahllokalen wurden im Laufe des Tages die Stimmzettel knapp. „Freundlicherweise haben uns Nachbarkommunen im Wahlkreis mit einer ausreichend großen Zahl von Stimmzetteln ausgeholfen“, dankte Hans-Jörg Teubner im WN-Gespräch für diese interkommunale Kooperation. Die Bundestagswahl in der Gemeinde sei zu keiner Zeit gefährdet gewesen. „Alle, die wählen wollten, konnten auch wählen. Es gab genügend Stimmzettel“, betonte Teubner.

Kein Probleme bereitete das Fehlen von zwei Wahlhelfern, die kurzfristig erkrankt waren. Die jeweiligen Wahlvorstände waren mit sieben Mitgliedern immer noch mehr als ausreichend besetzt. Viel zu zählen hatten die sieben Briefwahlvorstände. 7172 Briefwähler sind ein neuer Rekord für Nottuln. Die Wahlbeteiligung insgesamt lag bei hohen 82,98 Prozent.

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