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Gemeinderat diskutierte über Beschluss

Klimastrategie mehrheitlich beschlossen

Nottuln

Dass die Klimaneutralität bis 2030 erreicht werden soll, darüber ist man sich im Gemeinderat einig. Trotzdem gab es noch Diskussionsbedarf.

-luw-

Fotovoltaik – hier der Park in Appelhülsen – ist eine der Techniken für erneuerbare Energien, die gefördert werden müssten. Foto: Dieter Klein

„Wir müssen schnell sein. Es ist ein ehrgeiziger Weg. In jeder Transformation liegen aber auch große Chancen.“ Energieberater Reiner Tippkötter hat in der letzten Ratssitzung des Jahres noch einmal eindringlich die Grundzüge der Klimastrategie erläutert, mit der die Gemeinde Nottuln bis 2030 eine Klimaneutralität erreichen will. Es geht darum, den CO2-Ausstoß von derzeit 10 Tonnen je Einwohner und Jahr auf unter eine Tonne zu senken.

Um das zu erreichen, soll nicht nur Energie eingespart werden, sondern auch stark der Anteil der erneuerbaren Energien ausgebaut werden. In welchem Verhältnis und wo konkret mit welchen Mitteln zum Beispiel Windkraft und Fotovoltaik ausgebaut werden, muss noch von den politischen Gremien beraten werden. Tippköter mahnte zudem, bei allen Bemühungen für den Klimaschutz die notwendigen Maßnahmen für die Klimafolgenanpassung nicht aus dem Auge zu verlieren.

Kritische Nachfragen zur Methodik

In der Diskussion gab es noch einmal eine Reihe von auch kritischen Nachfragen zur Methodik (die Landwirtschaft bleibt zunächst mal außen vor), grundsätzlich signalisierten aber alle Fraktionen Zustimmung zum Ziel der Klimaneutralität.

Fraktionsvorsitzender Hartmut Rulle legte für die CDU aber Wert darauf, dass man zwischen der Strategie und den künftigen konkreten Maßnahmen unterscheiden müsse. Die CDU beantragte, den Beschlussvorschlag der Verwaltung – „Die Strategie zur Klimaneutralität für das Jahr 2030 wird zur Umsetzung beschlossen.“ – um den Zusatz „Die konkrete Umsetzung wird in den Fachausschüssen beraten.“ zu ergänzen.

Zusätzlicher CDU-Antrag

Aus Sicht von Bürgermeister Dr. Dietmar Thönnes wäre das nicht notwendig. „Wir reden hier über eine Strategie und setzen mit dem Beschluss darüber ein Ausrufezeichen“, betonte er. Es sei klar, dass die konkrete Umsetzung erst noch beraten werden müsse.

Gleichwohl hielt die CDU ihren Antrag aufrecht, über den als weitergehender Antrag dann auch abgestimmt wurde. Das führte dazu, dass die Nottulner Klimastrategie mit 17 Ja-Stimmen bei fünf Nein-Stimmen und neun Enthaltungen beschlossen wurde.

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