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Schützenfest der Magdalenen-Bruderschaft Darup

König Theo Struwe regiert

Darup

Auf diesen Moment hatte auch die Magdalenen-Bruderschaft Darup lange warten müssen. Wie so viele andere Vereine hatte sie in den letzten zwei Jahren kein Schützenfest feiern können. Vielleicht auch deshalb gab es beim Königsschießen dieses Mal mehr als einen ernsthaften Bewerber auf den Thron. Den sicherte sich König Theo Struwe. Zuvor hatte ein Schütze zur Strafe Liegestütze machen müssen.

Von Iris Bergmann

Nach drei Jahren Pause feierte die Magdalenen-Bruderschaft Darup am Wochenende endlich wieder ihr Schützenfest. Theo Struwe schoss den Vogel ab und wurde neuer Schützenkönig. Foto: Iris Bergmann

Rot-weiße Fähnchen flattern im Wind, der auch die schnittige Marschmusik durch die Straßen trägt. Über allem ein weiß-blauer Himmel. Es ist wieder Schützenfest in Darup. Zwei Mal hat die Corona-Pandemie dem großen Fest der Magdalenen-Bruderschaft einen Strich durch die Rechnung gemacht. Nun – endlich, endlich – darf wieder gefeiert werden und der Schützenkönig für drei Jahre, Robert Hesker, sowie seine Königin Rita Gehrmann, konnten schließlich in den Ruhestand versetzt werden. Dafür sorgte am Sonntag Theo Struwe mit dem 180. Schuss.

Liegestütze als Strafe für Disziplinlosigkeit

Punkt 14 Uhr war Antreten auf dem Schulhof. Die zahlreichen großen und kleinen Zuschauerinnen und Zuschauer am Rand mussten schon ein wenig warten, bis alle Schützen in Reih und Glied standen. Scheinbar hatten drei Jahre Pause etwas an der Disziplin genagt. Was einem der Schützen zehn Liegestützen Strafe einbrachte, zur allgemeinen Erheiterung.

Schließlich setzte sich der Schützentross Richtung Hof Schulze Darup in Bewegung, wo die Fahne abgeholt wurde. Mit zum Zug gehörte auch eine große Abordnung des befreundeten Schützenvereins Römershagen, die für ihre Daruper Gastgeber eine große Fahne als Geschenk mitgebracht hatten.

Schöner Zug vom Schulhof bis zur Festwiese

Den Anblick der Schützenreihen, der Reiter und der Königskutsche vor der schönen Kulisse des Hofes ließen sich viele Daruper nicht entgehen. Sie standen im Schatten unter den Bäumen und genossen die feierliche Atmosphäre. Weiter ging es für die Schützen zum Ehrenmal, wo traditionell der Kranz niedergelegt und der Toten der Kriege gedacht wurde.

Schließlich aber, noch immer angeführt von der Blaskapelle der Emsauenbläser aus Emsdetten, trafen das noch regierende Königspaar und die Schützen auf der Festwiese ein, wo die Schießmeister Manfred Gerding und Udo Warmeling schon das Gewehr eingespannt hatten.

Drei ernsthafte Bewerber schießen den König aus

Die Bewerberriege zum Schießen war zu Beginn recht lang, dezimierte sich aber, je mehr das hölzerne Federvieh gerupft wurde. Schließlich waren nur noch zwei oder drei ambitionierte Schützen dabei, unter ihnen Theo Struwe. Er machte es spannend: Blieb doch nach seinem vorletzten Schuss nur noch ein winziger kleiner Rest übrig. Aber auch den holte er schließlich runter. Um exakt 17.12 Uhr hatte die Daruper Magdalenen-Bruderschaft einen neuen Schützenkönig. „Das ist ein unbeschreibliches Gefühl“, freute sich Struwe. An seiner Seite wird Karin Allendorf mitregieren.

Pascal Hemig zweiter Jungschützenkönig des Vereins

Indes: Struwe war nicht die erste neue Majestät in diesem Jahr. Bereits am Tag zuvor hatten die Jungschützen die Vogelstange ausprobiert und geschossen. Jedoch hatte der „Vogel“ die Form des Coronavirus. 20 Bewerber gab es, die diesem den Garaus machen wollten. „Die hohe Anzahl an Bewerbern um diesen Titel zeigt, dass es die richtige Entscheidung war, vor drei Jahren mit diesem Wettbewerb zu starten“, so Schriftführer Benedikt Wessling. Geschafft hat es am Ende Pascal Hemig mit dem 198. Schuss. Er geht nun als zweiter Jungschützenkönig der Magdalenen-Bruderschaft in die Geschichte ein.

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