Bruderschaften schmücken den Ortskern

Königspaare regieren ein weiteres Jahr

Nottuln

Auch wenn die Corona-Inzidenzzahlen zurückgehen, müssen die Schützenfeste der Martini- und Antoni-Bruderschaften auch in diesem Jahr noch ausfallen. Die Majestäten von 2019 bleiben also noch ein weiteres Jahr in Amt und Würden. Pläne für das laufende Jahr indes haben die Bruderschaften.

Rückblick auf 2019: Antoni-König Wolfgang Beckersjürgen (vorne v.l.), daneben 1. Vorsteher Georg Steinhoff und Martini-König Lars Hünteler stellen sich bei Pfarrdechant Norbert Caßens vor. Nun gehen die Bruderschaftsmajestäten in das dritte Jahr ihrer Regentschaft. Foto: WN-Archiv/Dieter Klein

„Dieses Jahr ist ein Ausnahmezustand, aber nächstes Jahr findet alles wieder wie gewohnt statt.“ Ludger Rumphorst, Zweiter Vorsteher der St.-Martini-Bruderschaft, erinnert sich daran, dass diese Worte im vergangenen Jahr 2020 sehr oft gefallen sind. Alle waren sehr zuversichtlich. Doch es kam anders.

Nach einzelnen Besprechungen im Kreise der geschäftsführenden Vorstände der Bruderschaften St. Martini und St. Antoni sei schnell klar gewesen, dass auch in diesem Jahr das gemeinsame Schützenfest abgesagt werden muss, heißt es in einer Pressemitteilung. Auch wenn die Zahlen langsam wieder zurückgehen, sei es nicht machbar, eine so große Veranstaltung durchzuführen, bedauern die Vorstände.

Somit verbleiben das Königspaar von 2019, Lars Hünteler und seine Königin Alexandra Schulze Kalthoff, sowie das alte Königspaar von 2018, Frederik Kötter und Melissa Sicking von der St.-Martini-Bruderschaft, noch ein weiteres Jahr im Amt. „Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, König in einem Schützenverein zu sein, und deswegen werden wir unser Regiment selbstverständlich um ein weiteres Jahr verlängern“, so die beiden Könige.

Besuch der Jubelkönigspaar

Selbstverständlich gehen auch die Majestätenpaare der St.-Antoni-Bruderschaft, Wolfgang Beckersjürgen mit seiner Königin Conny und Fritz Greve und seine Königin Anke, in eine weitere Regentschaftszeit. „Unglaublich“, sagt Wolfgang Beckersjürgen, „da mache ich 2019 meinen ersten Schuss auf den Vogel und bin plötzlich drei Jahre König! Aber die Regentschaft macht Spaß, und wir freuen uns auf ein weiteres Jahr.“

Leider können die beiden Jubelkönigspaare der St.-Antoni-Bruderschaft, Hermann und Margret Kösters (25 Jahre ) sowie Günter und Heide Austrup (50 Jahre), ihre Jubiläen ebenfalls nicht feiern. Dennoch wird die Bruderschaft die Jubelpaare besuchen. Auch die Jubelkönigspaare der St.-Martini-Bruderschaft, Josef Neuhaus (25 Jahre), Norbert und Elisabeth Niemann (40 Jahre) sowie das Königspaar vor 50 Jahren, Hans und Roswitha Brinkmann, können nicht gefeiert werden. Aber auch sie sollen von Martini-Brüdern besucht werden.

Um an dem Schützenfestwochenende ein Zeichen zu setzen, wird der historische Ortskern am Freitag (11. Juni) von den beiden Bruderschaften in den Vereinsfarben Blau-Weiß und Rot-Weiß geschmückt.

Schützenfestmesse in Pfarrkirche St. Martinus

Die beiden Bruderschaften werden außerdem am Sonntag (13. Juni) um 11 Uhr eine Schützenfestmesse in der Pfarrkirche St. Martinus halten. Im Anschluss wird die St.-Martini-Bruderschaft einen Kranz zum Gedenken der verstorbenen Mitglieder niederlegen.

Beide Bruderschaften werden an dem Wochenende auch wieder Spenden übergeben, um Vereine und deren Projekte zu unterstützen, heißt es in der Mitteilung.

Am 11. September (Samstag) könnte ein kleiner Hauch von Schützenfest aufkommen, wenn beide Bruderschaften das Vogelstangeschmieren nachholen können. Sofern die Lage sich weiter entspannt, könnte eine Open-Air-Veranstaltung an der Vogelstange möglich sein, kündigen die Vorstände an. Und die Antoni-Brüder können sich auch schon den 28. August vormerken. An diesem Samstag soll um 19.30 Uhr in der Gaststätte Denter die ausgefallene Generalversammlung nachgeholt werden.

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