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Gemeindehaushaltsentwurf 2022

Bürgermeister stimmt auf schwierige Zeiten ein: „Können wir uns das leisten?“

Nottuln

Um die Nottulner Gemeindefinanzen steht es nicht zum Besten: freiwillige Leistungen runter auf null, Grundsteuern dagegen rauf. Dennoch: Depression Fehlanzeige. Der Bürgermeister macht Mut.

Von Ludger Warnke

Der barrierefreie Umbau des Nottulner Ortskerns – hier ein Bild von den in 2017 durchgeführten Arbeiten im ersten Bauabschnitt – ist ein über viele Jahre angelegtes Mammutprojekt. Ob der 4. Bauabschnitt tatsächlich 2022 realisiert wird, ist für den Bürgermeister angesichts der Finanzlage offen. Foto: Ludger Warnke

Das „vergiftete Erbe“, von dem Bürgermeister Dr. Dietmar Thönnes zu Beginn seiner Amtszeit gesprochen hat, schlägt voll auf den Gemeindehaushalt 2022 durch. Die Finanzlage der Kommune ist so angespannt, dass die Verwaltung im am Dienstagabend eingebrachten Haushaltsentwurf nicht nur alle freiwilligen Leistungen auf null reduziert hat, was der Bürgermeister insbesondere für den Kulturbereich sehr bedauerte. Die Verwaltung hat auch die Anhebung der Grundsteuer A von 235 auf 250 Prozentpunkte und der Grundsteuer B (bebaute Grundstücke) von 590 auf 605 Prozentpunkte eingepreist. Und für 2022 ist bislang eine Neuverschuldung von 4,6 Mio. Euro eingeplant, um notwendige Investitionen wie zum Beispiel in Schulen und Feuerwehr finanzieren zu können. Damit schöpft die Kommune bereits im nächsten Jahr 92 Prozent der Fünf-Millionen-Kreditlinie aus, die der Gemeinderat als Maximum bis 2026 festgelegt hat.

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