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Kultur

Konzert mit viel Abstand

Nottuln

Unter Beachtung der Corona-Regeln gab das Projekt-Orchester von Johannes Sandberger sein Abschlusskonzert. „Gerade in diesen Zeiten ist es wichtig, dass Kulturereignisse wie das Projekt-Orchester stattfinden“, betonte Sandberger.

wn

Schnappschuss aus dem Publikum: Das Projekt-Orchester Nottuln unter Leitung von Johannes Sandberger musizierte mit großem Abstand. Foto: Sammlung Johannes Sandberger

17 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Projekt-Orchesters Nottuln hatten am Wochenende unter der Leitung von Johannes Sandberger gemeinsam in der Alten Amtmannei geprobt und musiziert. Am Sonntag war es dann so weit: Nach gelungener Generalprobe freuten sich alle auf das Abschlusskonzert. „Liebes Publikum, heute ist alles etwas anders als sonst, ich brauche ihnen nicht zu erklären warum“, begrüßte der Dirigent und Projektleiter Johannes Sandberger sein Publikum.

Und in der Tat: Das ganze Orchester saß quer zum Raum, alle Musiker*innen mit großem Abstand zueinander. Vor den Querflöten, die nach Empfehlung der „NRW-Corona-Schutzverordnung“ ungewohnt in der ersten Reihe vor den Streichern platziert waren, standen groß gespannte Folien, um das Abstrahlen von Aerosolen zu mindern. Mit vier Metern Abstand zum Orchester blieben für das Publikum noch zwei Reihen (30 Plätze), die sehr gut gefüllt waren. „Das war ganz schön viel Zusatzarbeit in der Vorbereitung“, räumte Sandberger ein, „aber gerade in diesen Zeiten ist es wichtig, dass Kulturereignisse wie das Projekt-Orchester stattfinden.“

Das Orchester war sehr gut vorbereitet. Auf dem Programm standen wie gewohnt Stücke unterschiedlichster Stilrichtungen: Ein Menuett des Barockkomponisten Johann Fischer, die Filmmusik zu „Die wunderbare Welt der Amelie“, ein Chopin-Walzer, Musik aus Mexiko und bekannte Pop-Klassiker wie Waterloo (ABBA) und „We are the Champions“ (Queen). Zu den Highlights gehörten der berühmte Pachelbel-Kanon in D und besonders „Der rosarote Panther“, bei dem im Mittelteil Sandbergers Geigenschülerin Mirta Fredel sehr souverän und ausdrucksstark ein jazziges Violinsolo vortrug.

Ein rasantes Tempo legte das Orchester bei „Tanguango“ von Astor Piazzolla vor, bevor das Konzertprogramm dann mit dem getragenen „Time to say Goodbye“ zu Ende ging. Für den lang anhaltenden Applaus bedankte sich das Orchester mit zwei Zugaben. Nicht unerwähnt darf die Einlage von Sandbergers Vater (92 Jahre) am Klavier bleiben, der mit Schuberts Impromptu as-Moll das Publikum sehr berührte.

Das Projekt-Orchester wurde wieder mit Kulturfördermitteln der Gemeinde Nottuln unterstützt. Das nächste Projekt ist für den 12. bis 14. Februar geplant.

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