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Kinder der evangelischen Marien-Kita sind traurig

Kunstprojekt schon dreimal beschädigt

Nottuln

Die Kinder sind mit Begeisterung dabei, wenn es um das „Linien“-Projekt mit der Künstlerin Katja Enseling geht. Umso trauriger sind sie darüber, dass ihr Kunstwerk schon dreimal beschädigt worden ist.

Der Zaun des evangelischen Familienzentrums Marien-Kita wird zur Galerie. Das im Rahmen eines Kunstprojektes aufgehängte Seil wurde an mehreren Stellen durchschnitten, auch fehlen einige Teile. Foto: Ludger Warnke

Wochenlang ist es gut gegangen, und jetzt auf einmal das: Innerhalb von nur einer Woche ist ein Kunstprojekt am evangelischen Familienzentrum Marien-Kita in Nottuln von Unbekannten dreimal beschädigt worden. „Der letzte Vorfall ereignete sich wohl am vergangenen Wochenende“, berichtet Künstlerin Katja Enseling, die das Projekt „Kein Tag ohne Linie“ mit den Kita-Kindern seit Anfang September durchführt. Die für das Projekt am Zaun des Kitageländes aufgehängte rote Schnur wurde an mehreren Stellen zerschnitten, zum Teil heruntergerissen. Auch fehlen einige Teile und farbige Punkte, die die Kita-Kinder aus Glasdeckeln hergestellt hatten, sowie ein Info-Plakat. Die Enttäuschung ist bei allen Beteiligten groß.

„Die Kinder haben von Anfang an mit großer Begeisterung mitgemacht“, freut sich Katja Enseling. Alle 58 Jungen und Mädchen der Kita sind beteiligt.

„Kein Tag ohne Linie“ (Paul Klee)

Im Rahmen des vom Land NRW geförderten Modellprojektes „Künstler und Künstlerinnen in die Kita“ beschäftigen sich die Mädchen und Jungen mit dem Thema „Kein Tag ohne Linie“. Das Projekt greift damit ein Zitat von Paul Klee (1879-1940) auf, der zu den bedeutendsten Künstlern der westlichen Moderne im 20. Jahrhundert zählt.

Die Kita-Kinder arbeiten mit Linien und Punkten, verbinden sie und schaffen damit Neues. Ganz plastisch haben die Kinder dazu am Zaun ihres Kita-Geländes an der Sankt-Amand-Montrond-Straße ein rotes Seil in Bögen gespannt und daran farbige Punkte befestigt, die scheinbar auf der Linie spazieren gehen. Letztlich erzeugt ein sich bewegender Punkt die Linie. Derzeit noch ein Infoschild gibt Auskunft über die „Zaungalerie“.

Die Kinder und Katja Enseling hoffen auf die Einsicht der Unbekannten, dass ihr Kunstprojekt nach nun drei Vorfällen nicht noch weiter beschädigt wird. Immerhin planen die Beteiligten noch einen Projektabschluss im Januar. Dann möchten die Kinder ihren Eltern und Großeltern das Kunstprojekt vorstellen.

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