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Steigende Einnahmen durch Hundesteuer

Kurzzeitiger Trend zum zweiten Vierbeiner

Nottuln

Hunde bleiben auch in Nottuln beliebte Haustiere. Das macht sich bei der Hundesteuer bemerkbar. Die stieg in der Gemeinde leicht an.

Auch in der Gemeinde Nottuln sind Hunde als Haustiere sehr beliebt. Foto: dpa / Carmen Jaspersen

Die Hundesteuer lohnt sich für die Kommunen des Kreises Coesfeld. Das ergibt eine Statistik des Landesbetriebes Information und Technik (Statistisches Landesamt). Demnach lässt sich für das Kreisgebiet ein Anstieg von 54 242 Euro gegenüber 2021 feststellen (Zeitraum Januar bis September). In Nottuln macht sich dieser Trend allerdings kaum bemerkbar, erklärt Cornelia Eismann von der Gemeinde Nottuln. Diese verzeichnet für den genannten Zeitraum ein Steueraufkommen von 118.655 Euro im Jahr 2022.

Draus ergibt sich ein Anstieg von 1237 Euro gegenüber dem Jahr 2021. Gegenüber 2020 sind es 5446 Euro. Die Steuersätze seien aber nicht gestiegen. Auch sei kein Anstieg an Hundeanmeldungen zu verzeichnen. Einzig im Sommer 2022 seien kurzzeitig mehr Zweithunde angemeldet worden.

Steuerhöhe hängt von Anzahl und Rasse der Tiere ab

Wie viel Halterinnen und Halter für ihre Vierbeiner bezahlen, hängt von Anzahl und Rasse der Tiere ab. Aktuell liegt der jährliche Steuersatz für einen Hund bei 72 Euro. Bei zwei Hunden steigt der Satz auf 84 Euro und bei drei oder mehr auf 96 Euro pro Tier. Teurer wird es bei solchen Rassen, die als gefährlich eingestuft werden (insbesondere American Staffordshire Terrier, Pitbull Terrier, Staffordshire Bullterrier oder Bullterrier). Hier liegt der jährliche Satz für einen Hund bei 576 Euro. Bei zwei oder mehr Hunden zahlen die Halterinnen und Halter 720 Euro pro Tier. Von der Steuer befreit sind sie dann, wenn die Hunde zur Unterstützung blinder, tauber oder sonst „hilfloser“ Menschen (Inhaber eines Schwerbehindertenausweises mit den Merkzeichen „B“, „BL“, „aG“ oder „H“) genutzt werden. Auch Forstbeamtinnen und Forstbeamte zahlen keine Steuern für ihre Diensthunde. Bei Rettungshunden und, unter bestimmten Voraussetzungen, Wachhunden ist die Steuer ermäßigt.

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