DLRG Nottuln

Langjährige Freundschaft

Nottuln/Chodzież

Der Austausch zwischen den Hilfsorganisationen DLRG in Nottuln und WOPR in der Partnerstadt Chodziez läuft. Sieben Nottulner Rettungsschwimmer unterstützten nun ihre polnischen Freunde bei einem Freiwasserwettkampf.

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Mit verschiedenen Booten wurden die Schwimmer beim Wettbewerb in Chodziez begleitet. An der Sicherung beteiligten sich auch sieben Rettungsschwimmer aus Nottuln. Foto: DLRG

Die DLRG Nottuln hat am Wochenende die polnische Partnerorganisation WOPR in der Partnerstadt Chodziez bei der Absicherung eines Freiwasserwettkampfes unterstützt.

Nachdem die WOPR im vergangenen Jahr an Martinimarkt Nottuln besucht hatte, entschlossen sich die beiden Hilfsorganisationen dazu, einen jährlichen Austausch zu etablieren. Sieben Nottulner Rettungsschwimmer brachen daher jetzt in Richtung Chodzież auf, wo sie freundschaftlich aufgenommen wurden. Vorbereitet worden war ein Programm, das es den Nottulnern ermöglichte, Chodzież und die Rettungsgeräte näher kennenzulernen. Remigiusz Skibinsky vom Städtepartnerschaftskomitee führte die Gäste durch die Stadt und beantwortete alle Fragen.

Auf dem Stadtsee wurden dann verschiedene Rettungsgeräte von der WOPR vorgestellt und erprobt. Die Nottulner hatten dadurch die Gelegenheit, sich mit den Booten, Rettungsboards und weiteren Geräten für den Einsatz am nächsten Tag vertraut zu machen.

Am Samstag hatte das Städtische Sport- und Erholungszentrum von Chodzież ein buntes Programm für einen sportlichen Abschluss der Sommerferien vorbereitet, zu dem auch ein Schwimmwettkampf und eine Segelregatta gehörten. Traditionell übernimmt die WOPR dabei die Absicherung im und auf dem Wasser.

Nach der Einsatzbesprechung am Samstagmorgen rückten dann passend zum Wettkampfstart sechs Boote, vier Kajaks, ein Jetski sowie drei Tretboote aus.

In der ersten Runde starteten die Schwimmer über eine 1500-Meter-Distanz. Vom Einsatz berichtete anschließend Rettungsschwimmer Bastian Hoppe: „Es war eine tolle Erfahrung, zu sehen, wie die Wasserrettung auf einem See mit dieser Größe organisiert wird. Jeder Gruppe, die sich aus dem Starterfeld bildete, wurde ein Einsatzteam zugeordnet.“ Durch diese Zuordnung sei sichergestellt worden, dass jeder Schwimmer beobachtet wird.

In der zweiten Disziplin wurden 3000 Meter im freien Gewässer geschwommen. „Sowohl in der ersten als auch bei dieser Disziplin waren Schwimmer dabei, die sichtlich mit letzter Kraft ins Ziel kamen. Daher war es gut, dass wir von der WOPR und DLRG immer in der Nähe waren“, erzählte Marcel Schwaf, Vorsitzender und Rettungsschwimmer der DLRG.

Der zweite Programmpunkt war die Jubiläumsfeier zum zehnjährigen Bestehen des Ortsverbandes der WOPR in Chodzież. Dazu eingeladen waren auch die Mitglieder des Kreisverbandes, aus dem die WOPR in Chodzież entstanden ist. So erklärt sich auch, wie die Partnerschaft der beiden Wasserrettungsorganisationen bereits fast 30 Jahre bestehen kann. Bei der Feierlichkeit überreichte Marcel Schwaf eine Tischdecke der Blaudruckerei Kentrup als Gastgeschenk der Nottulner DLRG. „Das Tischtuch ist seit Jahrhunderten ein Symbol der Verbindung. Wir hoffen sehr, dass wir nie die Redewendung ‚Das Tischtuch ist zerschnitten‘ benutzen müssen. In diesem Sinne freuen wir uns darauf, euch bald wieder als Gäste in Nottuln begrüßen zu dürfen“, resümierte Marcel Schwaf.

Am nächsten Tag brachen die sieben von der Gastfreundschaft überwältigten Rettungsschwimmer zur Stadtbesichtigung nach Posen auf. Von dort traten sie ihren achtstündigen Heimweg nach Nottuln an.

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