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Kulturbeirat stellt sich dem Fachausschuss vor

Liebe zur Kultur vereint

Nottuln

Der Kulturbeirat hat sich im Ausschuss für Kultur, Sport und Ehrenamt vorgestellt. Wichtig war den Mitgliedern die Feststellung, dass sie keine politischen Mandatsträger sind.

Von Ludger Warnke

Das ist der aktuelle Nottulner Kulturbeirat (v.l.): Dr. Gabriele Hovestadt, Ursula Schulze Tilling und Lea Jockisch sowie Thomas Brieden, Manfred Gausebeck, Nathan Schmedt und Dr. Dietmar Thönnes. Foto: Gemeinde Nottuln

Persönliches Engagement und fachliche Expertise sind im neu besetzten, ehrenamtlichen Kulturbeirat der Gemeinde Nottuln im hohen Maße vorhanden. Daran hegt der Ausschuss für Kultur, Sport und Ehrenamt keinerlei Zweifel. Am Mittwoch gab es für die Mitglieder des Kulturbeirates von allen Parteien Lob und ein großes Dankeschön für die Arbeit und den Einsatz.

Der Kulturbeirat war in die Sitzung eingeladen worden, um über die bisherige Arbeit und sein Selbstverständnis zu informieren. Mit Ursula Schulze Tilling (Musikerin, Blasmusikvereinigung), Dr. Gabriele Hovestadt (Kunsthistorikerin und Galeristin) und Thomas Brieden (Musiker, Kabarettist) waren drei der vier Beiratsmitglieder erschienen. Nathan Schmedt (Musiker, Posaunenchor der evangelischen Gemeinde) war verhindert. Er leiste im Beirat wertvolle Arbeit, wie Brieden betonte, da er als junger Mensch noch einmal ganz andere Sichtweisen in die Diskussion einbringe. Und der Vollständigkeit halber: Mit dem Ausschussvorsitzenden Manfred Gausebeck und Bürgermeister Dr. Dietmar Thönnes sind auch Politik und Verwaltung im Kulturbeirat vertreten und können dort unterstützend tätig werden.

„Kultur für alle zugänglich machen“

„Meine Vision ist, Kultur allen zugänglich zu machen“, betonte Ursula Schulze Tilling. Und Dr. Gabriele Hove­stadt sprach davon, dass Kultur alle Generationen berühre. Dieses ganzheitliche Verständnis vertritt auch Thomas Brieden. Alle ehrenamtlichen Beiratsmitglieder bringen gerne ihre Expertise in die Arbeit ein, um die Kultur in der Gemeinde weiter voranzubringen. „Die Liebe zur Kultur vereint uns“, sagte Brieden.

Ein Arbeitsbereich, der in den Sitzungen intensiv beraten wird, ist die Verteilung der gemeindlichen Kulturfördermittel auf die verschiedenen Antragsteller. Thomas Brieden stellte im Ausschuss noch einmal klar heraus, dass der Beirat nach bestem Wissen darüber sehr intensiv berate. Und: „Wir treffen keine Entscheidungen, wir geben nur eine Empfehlung ab. Die Entscheidung muss die Politik treffen.“ Eine klare Aufgabentrennung, auf die der Kulturbeirat großen Wert liegt. Denn: „Wir sehen uns nicht als politisches Gremium. Wir sind keine politischen Mandatsträger.“

„Wir sind keine politischen Mandatsträger“

Die empfehlende Beratung über die Kulturfördermittel ist aber nicht der einzige Arbeitsschwerpunkt. In Zusammenarbeit mit der Kulturkoordinatorin der Gemeinde, Lea Jockisch, bringt sich der Beirat auch bei der inhaltlichen Ausgestaltung kommunaler Kulturprojekte wie zum Beispiel beim neuen Kulturcontainer ein und ist auch an der Ausarbeitung eines Kulturentwicklungsplanes beteiligt.

Nicht zuletzt ist der Kulturbeirat darum bemüht, Netzwerkarbeit zu leisten beziehungsweise ein Netzwerk der Kulturtreibenden und Kulturschaffenden in der Gemeinde aufzubauen. Ein Ansinnen, das durch die Corona-Pandemie natürlich momentan erschwert wird.

Konkret, so informierte der Beirat den Ausschuss, ist die Einführung eines Kulturstammtisches in Vorbereitung. Der Beirat hofft, damit in diesem Winter beginnen zu können.

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