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Medienscouts an der Liebfrauenschule helfen jüngeren Mitschülern

Sie wissen, wo die Gefahren lauern

Nottuln

Den richtigen Umgang mit dem Smartphone beziehungsweise den Spielen, Apps und Messengerdiensten haben die Schülerinnen und Schüler der Klasse 5a der Liebfrauenschule gelernt. Medienscouts aus dem neunten und zehnten Jahrgang gaben ihnen ihr Wissen weiter.

Von Iris Bergmann

In der Liebfrauenschule helfen Schülerinnen der Klasse 10a ihren jüngeren Mitschülerinnen und Mitschülern aus dem fünften Jahrgang. Lia Rößler (hinten sitzend) und Lea Frye-Welp (stehend) erklären als Medienscouts die richtige Nutzung von Smartphones und Tablets und warnen vor Gefahren. Foto: Iris Bergmann

„Ich weiß jetzt zum Beispiel, dass richtige Spieletester das Mindestalter festlegen, nicht die Entwickler“, erzählt Muhammed. „Und dass ich drauf achten muss, dass es kostenlos ist.“ Der Fünftklässler der Liebfrauenschule ist zufrieden. Er und seine Mitschülerinnen und Mitschüler der Klasse 5a haben einiges über den richtigen Umgang mit dem Smartphone beziehungsweise den Spielen, Apps und Messengerdiensten gelernt.

Gefahr des Missbrauchs verringern

„Unsere Fünftklässler bekommen immer nach den Herbstferien ein iPad mit vorinstallierten Lernapps mit nach Hause“, erklärt Lehrerin Maike Stahl. Natürlich dürften sie das Tablet auch privat nutzen, aber es gebe bestimmte Voreinstellungen, die nur eine altersgerechte Nutzung zulassen. Damit verringere sich die Gefahr des Missbrauchs. Indes: Auch Handys beziehungsweise Smartphones sind ein Thema in der fünften Klasse. „Die Eltern sprechen das bei der Anmeldung oder in der Sprechstunde an und finden so ein Gerät im Grunde auch sinnvoll“, weiß die Lehrerin. Aber es berge eben auch Gefahren. Um den jüngeren Schülerinnen und Schülern diese Gefahren aufzuzeigen, gibt es in der Nottulner Sekundarschule ein Projekt mit sogenannten Mediensouts. Das sind Jugendliche aus den neunten und zehnten Jahrgängen, die sich in Nachmittagskursen zu Medienscounts aus- und weiterbilden lassen.

Am Freitagmorgen sind Lia Rößler, Mila Zschaage und Lea Frye-Welp aus der Klasse 10a bei ihren jüngeren Mitschülern. „Wir überlegen vorher, was wir machen wollen und bereiten uns gut vor“, erläutert Lia Rößler. Aber sie seinen natürlich auch flexibel, was die Wünsche der Jüngeren angehe.

Richtiger Umgang mit Computerspielen

Ganz oben auf deren Liste stünden Computerspiele, noch vor TikTok. „Meistens irgendwelche Ballerspiele“, schmunzelt Lia. Aber das sei typisch für das Alter, das lasse später nach, fügt sie aus Erfahrung hinzu. Lehrer Philipp Roberg unterstützt die Medienscouts. Am Ende wird in einer Zusammenfassung das Gelernte erarbeitet. Dann geht es nicht nur um den richtigen Umgang mit Computerspielen, sondern auch darum, wie lange der Computer oder das Handy genutzt werden sollten, wie groß die Gefahr ist, vom Spielen süchtig zu werden oder ob Gewaltspiele selbst gewalttätig machen.

Klassenlehrerin Maike Stahl und ihr Kollege Philipp Roberg sind vom Medienscout-Projekt überzeugt: „Es bringt präventiv total viel.“

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