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Update: Wintereinbruch in Nottuln

Lob an die Bevölkerung

Nottuln

Nur zu kleineren Hilfeleistungen musste die Freiwillige Feuerwehr der Gemeinde am Sonntag ausrücken. Eine erste Bilanz.

Ludger Warnke

Der Räumdienst war in Nottuln im Dauereinsatz. Foto: Johannes Oetz

Der schwere Wintereinbruch hat in der Gemeinde Nottuln bis Sonntagabend zu relativ wenigen Einsätzen der Feuerwehr geführt. „Glücklicherweise haben die meisten Bürger ihre Autos stehen gelassen, sind zu Hause geblieben oder waren allenfalls zu Fuß unterwegs“, berichtete Hauptbrandmeister Tobias Plogmaker, Pressesprecher der Freiwilligen Feuerwehr. Die Feuerwehr verzeichnete nur kleinere Hilfeleistungen wie Anfahrhilfe für liegengeblieben Autos oder die Überprüfung einer Heizungsanlage.

Auch die Polizei zog am Sonntag eine zufriedenstellende Bilanz. Die Bürgerinnen und Bürger verhielten sich vorbildlich. Es kam im Münsterland nur vereinzelt zu Unfällen. Einer ereignete sich in Darup. Dort fuhr in der Nacht zu Sonntag ein Autofahrer gegen einen umgekippten Baum. Der Fahrer blieb unverletzt.

Häufiger waren dagegen Einsätze wegen festgefahrener Fahrzeuge. Bedingt durch die starken Windböen kam es vielerorts in Nottuln, Appelhülsen, Darup und Schapdetten zu erheblichen Schneeverwehungen mit Höhen bis zu einem Meter und mehr. Das führte unter anderem dazu, dass in den Baumbergen nicht nur kleinere Wirtschaftswege unpassierbar waren. Auch die Landstraße 874 Nottuln-Havixbeck sowie die Ortsumgehung Nottuln (B 525) waren gesperrt.

Wegen der Schneemassen kam es auch zu Ausfällen im Bahnverkehr, außerdem wurde der Busverkehr vorübergehend eingestellt.

Die Mitarbeiter vom Baubetriebshof der Gemeinde Nottuln hatten alle Hände voll zu tun und waren quasi im Dauereinsatz, um Wege und Straßen zu räumen. Allerdings sorgten der starke Wind und der anhaltende Schneefall dafür, dass frisch geräumte Flächen alsbald wieder zugeschneit waren. Auch viele Bürger, die vor ihren Häusern die Gehwege räumten, kamen kaum gegen die Schneemassen an.

Die Freiwillige Feuerwehr der Gemeinde wurde am Sonntag um kurz nach 6 Uhr in Bereitschaft versetzt. „Durch Kreisbrandmeister Christoph Nolte wurde der Ausnahmezustand für den Kreis Coesfeld ausgerufen“, berichtete Hauptbrandmeister Tobias Plogmaker. Kreisweit waren die Feuerwehrgerätehäuser zu besetzen.

Dabei hatten auch die Feuerwehrleute mit dem Schnee zu kämpfen. „Etwa 80 Prozent der Kameraden kamen zu Fuß zu den Gerätehäusern, da sie mit ihren Privatautos nicht durch den Schnee kamen. Die Kameraden aus den Bauerschaften kamen mit ihren Treckern“, schilderte Plogmaker.

Die Feuerwehrleute hatten bereits am Freitag und am Samstag Maßnahmen für den schneereichen Sonntag getroffen. Unter anderem wurde ausreichend Benzin und Diesel für Fahrzeuge und Motorgerätschaften gebunkert, auf den Einsatzfahrzeugen wurden Schneeketten montiert. Ferner wurden Feuerwehrleute, die besonders erfahren im Umgang mit Schneeketten sind, als Fahrer für die Einsatzfahrzeuge bestimmt.

Die Einsatzlage blieb am Sonntag aber ruhig. Vor allem stand die Feuerwehr bereit, um den Rettungsdienst bei seinen Einsätzen und bei Bedarf auch die mobilen Pflegedienste zu unterstützen.

Im Laufe des Vormittags wurde der Bereitschaftsgrad reduziert. Zur Mittagszeit waren aber alle vier Gerätehäuser in der Gemeinde noch mit einer neunköpfigen Bereitschaftsgruppe und einem Zwei-Mann-Team für die Koordinierung von Maßnahmen besetzt.

Am Nachmittag rief Wehrleiter Udo Henke alle Löschzugführer zu einer Videobesprechung zusammen und informierte über die Ergebnisse einer kreisweiten Lagebesprechung mit Kreisbrandmeister Christoph Nolte. Da die Einsatzlage ruhig blieb, wechselte die Feuerwehr in den regulären Bereitschaftsmodus.

„Das große Chaos mit umgestürzten Bäumen wie vor einigen Jahren ist zum Glück ausgeblieben“, freute sich Tobias Plogmaker. Von einer Entwarnung könne aber noch nicht die Rede sein. Da mit anhaltendem Schneefall zu rechnen sei, stehen alle Löschzüge der Gemeinde bereit, um Hilfe zu leisten.

Polizei und Feuerwehr bitten weiter darum, möglichst Zuhause zu bleiben und das Auto stehen zu lassen. Berufspendler müssen sich natürlich am Montagmorgen auf dem Weg zur Arbeit auf Behinderungen einstellen.

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