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„Duo Diagonal“ begeistert zum Jahresabschluss mit ungewöhnlichem Programm

„Machen Sie doch einfach mit“

Nottuln

Comedy, Jonglage, Tanz und Akrobatik, dazu ein unvergleichliches Mienenspiel: Das „Duo Diagonal“ sorgte für jede Menge Bewegung der Lachmuskulatur. Kunst und Kultur hatte die Künstler aus Bochum eingeladen – und einen Treffer gelandet.

Von Marita Strothe

Das „Duo Diagonal“ begeisterte das Publikum im Forum des Rupert-Neudeck-Gymnasiums mit einer Mischung aus Comedy, Jonglage, Tanz und Artistik. Foto: Marita Strothe

Einen ganz besonderen Jahresausklang bereitete das „Duo Diagonal“ am Silvesterabend Michael aus Havixbeck. Von der Bühne aus wurde dem Besucher zum Abschluss des Programms „Glamour & Desaster“ tatsächlich von Branka (alias Deana Ehrich) mit „Michael“ ein ganz persönliches Lied gesungen.

Rund 250 Besucherinnen und Besucher waren nach zweijähriger Pause auf Einladung des Vereins Kunst und Kultur zu Kabarett und Comedy ins Forum des Rupert-Neudeck-Gymnasiums gekommen. Dort hieß die Vorsitzende Ulla Wolanewitz die Gäste zum Abschluss des „sehr erfolgreichen Jubiläumsjahres“ willkommen. Und diesen Abschluss gestalteten Deana und Holger Ehrich als „Duo Diagonal“ das Publikum mit smarter Eleganz bis hin zu durchgedrehter Komik.

Zwei Jahre habe man bereits mit den Hufen gescharrt, erinnerte das Duo aus Bochum daran, dass coronabedingt die Einladung nach Nottuln zweimal verschoben werden musste. Umso begeisterter stellte sich das Paar nun als Chantal und Roger vor. Beim Aufwärmprogramm zum Trainieren der drei Applausstufen – zurückhaltend, munterer und ekstatisch – bekamen die Zuschauer den ersten Eindruck davon, wie bei den Beiden der Körpereinsatz viele Worte bestens ersetzte.

„Heute gibt es nur Ekstase“

„Heute gibt es nur Ekstase, schließlich wollen wir das Jahr verabschieden“, stieg das Duo dann in sein Programm ein. Als Erstes ging es in die Welt der Magie. Da amüsierte das gekonnt dargebotene nicht Perfekte ganz besonders.

Noch heftiger strapazierte anschließend die Originalgymnastik nach der Platte „Trimm und tanz dich fit“ von Max Greger die Lachmuskeln des Publikums. „Machen sie doch einfach mit“. Dabei blinzelten Chantal und Roger gegen verspannte Augenlider und zogen eine Schnute zum Auflockern der Gesichtsmuskulatur. Mit Jonglage und Roger als „fliegendem Spatz“ ging es weiter, ehe sich Chantal zum Umziehen zurückzog.

Ihr Partner füllte die Wartezeit mit Playback-Gesang in eine Banane als Mikro. Weil er zwischendurch auch einen Bissen nahm, hatte er danach allerdings den Mund zu voll, um ihr zu antworten. „Geh auf Position“, forderte sie ihn im Tanzkleid auf und freute sich auf „wundervolle Hebefiguren“. Mit Eleganz und Komik klappten diese dann nicht immer und endeten mit der Selbstverteidigung der Dame.

Zauberei mit einem magischen Kaninchen und Slapstick in grünen Schlauchkostümen sorgten für weiteren Spaß vor der Pause. „Chantal ist weg“, betrat nach dieser Roger erblondet die Bühne. Aber er habe eine neue Partnerin dabei, kündigte er Branka B. aus „Slawenien“ an. Die Expertin für Kulturaustausch brachte getreu ihrem Motto „Egal, was Leben bringt – trinkt!“ auch Hochprozentiges mit, nach dessen Genuss Jonglage, Tanz und Artistik besonders gut funktionierten.

„Man nennt Nottuln ja nicht umsonst das Brasilien des Münsterlandes“, animierten Branka und Roger das Publikum zum guten Schluss zu besonders viel Begeisterung für die Feuershow ohne Feuer, die mit Roger als bunt gefiedertem Feuervogel zu Ende ging.

„Nottuln ist das Brasilien des Münsterlandes“

Dann war nur noch Zeit für „Michael“, das Lied, das Branka auf die Melodie von „Moskau“, dem alten Hit von Dschinghis Khan, für alle und besonders für den Besucher Michael in der ersten Reihe sang.

„Wir sehen nach vorne. Das nächste Jahr kann nur gut werden“, verabschiedeten sich die beiden Künstler schließlich von ihrem begeisterten Publikum und wünschten einen guten Rutsch. „Live-Kultur ist doch am schönsten“, waren sich die Akteure mit den Gästen einig.

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