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Entscheidung ist gefallen

Martinimarkt 2020 abgesagt

Nottuln

Diese Entscheidung haben viele erwartet: Der Martinimarkt findet in diesem Jahr nicht statt.

Ludger Warnke

Wilde Karussellfahrten wird es in diesem Jahr nicht geben. Der Martinimarkt im November ist abgesagt. Foto: Iris Bergmann

Es ist entschieden: Der Nottulner Martinimarkt, eines der traditionsreichsten Volksfeste des Münsterlandes, ist abgesagt und findet in diesem Jahr nicht statt. Das hat die Gemeinde Nottuln entschieden, nachdem sie vergangene Woche Gespräche mit der örtlichen Gastronomie und mit dem Schaustellerverband Münsterland geführt hat, teilte Gemeinderechtsrat Stefan Kohaus am Montag mit.

Grund für die Volksfestabsage sind natürlich die Schutzmaßnahmen wegen der Corona-Pandemie. Es gebe die große Befürchtung, dass zu Martinimarkt dann so viele Menschen im Dorf sind, dass die Einhaltung der Schutzmaßnahmen nicht zu gewährleisten sei. Auch die örtliche Gastronomie sei der Auffassung gewesen, dass es unter diesem Umständen wenig sinnvoll sei, den Martinimarkt durchzuführen, berichtete Kohaus.

Dem Schaustellerverband sei wichtig gewesen, dass die Gemeinde nun eine klare Entscheidung treffe. Es müsse vermieden werden, dass die Schausteller Ware für den Martinimarkt ordern, die sie dann letztlich doch nicht benötigen.

Diese gewünschte klare Entscheidung hat die Gemeinde nun getroffen.

Nach Auskunft von Kohaus ging es in dem Gespräch mit der Gastronomie auch darum, ob man möglicherweise den Martinimarkt in einer abgespeckten Variante durchführen könne. Doch davon habe man Abstand genommen. Es gebe das Risiko eines Misserfolges bei einer halbherzigen Veranstaltung. Das könnte das Image des Martinimarktes beschädigen und dazu führen, dass Besucher aufgrund dieser negativen Erfahrung in den Folgejahren fern bleiben. Aus Sicht der Gemeindeverwaltung sei es besser, ein Jahr zu pausieren, um dann hoffentlich in 2021 wieder einen erfolgreichen Martinimarkt durchführen zu können.

Weiter im Raum steht die Anregung, am Martinimarkt-Wochenende mit einer anderen, corona-geeigneten Veranstaltung auf das Volksfest hinzuweisen. Das könnte eine kulturelle Veranstaltung ein, beispielsweise eine Ausstellung, aber auch etwas im Zusammenarbeit mit der heimischen Wirtschaft.

Denn im Zuge der Martinimarkt-Gespräche hat die Gemeindeverwaltung nun auch einen Vorschlag erarbeitet, wie mit den verkaufsoffenen Sonntagen für den Rest des Jahres umgegangen werden soll. „Wir als Gemeindeverwaltung schlagen der Politik vor, dass wir noch drei verkaufsoffene Sonntage festsetzen“, berichtete Stefan Kohaus. Diese verkaufsoffenen Sonntage sollen stattfinden am Martinimarkt-Sonntag 8. November, am 1. Advent am 29. November und am Sonntag 27. Dezember direkt nach Weihnachten. Aufgrund einer neuen Erlasslage der Landesregierung gebe es in diesem Jahr Spielraum, verkaufsoffene Sonntage losgelöst von einer Traditionsveranstaltung zu erlauben.

Gemeinderechtsrat Stefan Kohaus kündigte eine detaillierte Sitzungsvorlage für die Kommunalpolitik an, denn über die Festsetzung der verkaufsoffenen Sonntage muss letztlich der Gemeinderat entscheiden.

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