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Lokale Wirtschaft: Klinkerseminar bei Hagemeister

Mauern ohne Mörtel möglich

Nottuln

Nachhaltigkeit und bewusstes Bauen: Das ist das Thema der Stunde. Beim 17. Klinkerseminar der Firma Hagemeister haben namhafte Architekten dazu ihre Ideen und Projekte vorgestellt.

Dr. Christina Hagemeister begrüßte die Gäste zum 17. Klinker-Fachseminar. Rund 200 Architekten vor Ort und weitere 150 Teilnehmende im Online-Format waren dabei. Foto: Hagemeister GmbH und Co.

Die verantwortungsvolle Gestaltung von Wohn- und Lebensräumen nimmt in der Baubranche einen immer höheren Stellenwert ein. Das bringt auch in der Architektur neue Herausforderungen mit sich. Grund genug, das Thema „Bewusstes Bauen“ auf die Agenda des 17. Klinker-Fachseminars der Firma Hagemeister zu setzen.

Nach zweijähriger Corona-Pause fand die Veranstaltung als hybrides Format statt, teilte das Unternehmen in einer Presseerklärung mit. Insgesamt 200 Architekten konnten vor Ort und 150 Teilnehmende bei dem parallel laufenden Online-Event dabei sein. „Das Thema bewusstes Bauen ist ein aktuelles. Es ist sehr interessant, gemeinsam mit den Architekten darüber nachzudenken, welche innovativen Ideen es gibt, welche neuen Wege Bauschaffende gehen und vor allem welchen Beitrag wir als Hagemeister leisten können, um die Ziele eines nachhaltigen Bauens zu erreichen”, erklärte Geschäftsführerin Dr. Christina Hagemeister und begrüßte fünf Referenten.

Nachhaltiges Bauen ist ein aktuelles Thema

Marc Hein und Christian Pohl von hehnpohl Architektur hielten den Vortrag „Verborgenes freilegen – Gestalt finden – Material fügen“. Die Referenten aus Münster stellten anhand ausgewählter Objekte ihre vier Leitgedanken dar. Neben den drei bereits im Titel genannten Prinzipien fügt sich ihrer Arbeit noch der Aspekt „Licht leiten“ hinzu. Ein Kernprojekt, das alle vier Motive vereint, ist das „Haus am Buddenturm“ in Münster, das 2019 mit dem Deutschen Ziegelpreis ausgezeichnet wurde.

Wie vielfältig der Einsatz mit Klinkern sein kann, hob Machiel Spaan, Gründer und Architekt von M3H Architekten in Amsterdam, hervor. Er informierte über eine neue Methode des Mauerns, die ohne Mauermörtel auskommt. Das System besteht aus einem Klinkerstein mit acht speziellen Löchern und einem Kunststoffelement mit Noppen, das flexibel in die Löcher gesetzt werden kann, horizontal und vertikal. Damit können die Steine variabel aufeinandergestapelt werden. Nachhaltig ist das System, da die Elemente ohne großen Aufwand zurückgebaut und wiederverwendet werden können, erklärte Spaan.

Neue Lösungen und Ideen entwickelt

Das Projekt „Bicycle Parking Building“ in Eindhoven des Amsterdamer Büros de Architecten Cie. stellte Referent Hans Hammink vor. Hier wurden Fenster eines ausgedienten Zuges für die Außenfassade und alte Bahngleise als Pfeiler im Inneren verwendet.

Im Sinne des Klimaschutzes muss Stadtplanung Räume schaffen, ohne die Natur zu vernachlässigen. Dass dabei aber auch die soziale Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle einnimmt, erläuterte der Architekt und Visionär für nachhaltige Architektur, Prof. Dr. Wolfgang Frey, in seinem Vortrag. Ihm sei es wichtig, dörfliche Strukturen in die Städte zu bringen. Die Menschen sollen sich im Wohnumfeld wohlfühlen und in die Entscheidungsprozesse mit einbezogen werden.

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