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Brass Band del Ecuador spielte am Longinusturm

Mehr als nur südamerikanische Rhythmen

Nottuln

Sie sind jung und hochtalentiert: Die fünf Musikerinnen und Musiker der Brass Band del Ecuador spielten am Longinusturm im Vorprogramm des Open-Air-Kinos – und boten Eindrucksvolles.

Mit Jazz, argentinischem Tango, südamerikanischen und anderen Rhythmen überzeugten die fünf jungen Musikerinnen und Musiker der Brass Band del Ecuador, ehe der Film „Heute bin ich Samba“ auf die Leinwand kam. Foto: Marita Strothe

Den Film „Heute bin ich Samba“ präsentierte der Verein Kunst + Kultur Nottuln am Freitagabend als Open-Air-Kino am Longinusturm (wir berichteten). Ehe der Film nach Sonnenuntergang startete, stimmte die Brass Band del Ecuador das Publikum passend zum Namen des Protagonisten mit südamerikanischen Rhythmen auf diesen Film mit Omar Sy und Charlotte Gainsbourg ein.

Für die junge Musikerin und die vier jungen Musiker aus Ecuador ging an diesem Wochenende im Münsterland eine gut zweimonatige Konzertreise mit Auftritten in Österreich, in der Schweiz und in Deutschland zu Ende. Das Blechbläserquintett gehört zur Brass Band del Ecuador, eine Stiftung, die im Jahr 2000 in Quito gegründet wurde.

Der Nottulner Hans von Lützau stellte den Besucherinnen und Besuchern den Leiter der Musikschule Brass Band del Ecuador, Jorge Pachacama, und dessen Frau Patty Anaguano vor. Von Lützau erklärte, dass er selbst einige Jahre in Ecuador gelebt habe. Außerdem gehört er zur Hale-Bopp-Big-Band, deren Mitglieder bereits seit einigen Jahren Musikerinnen und Musiker der Brass Band del Ecuador bei Besuchen im Münsterland betreuen und begleiten. „In der Musikschule arbeiten Jorge und Patty kulturell und sozial mit über 100 Kindern und Jugendlichen“, erläuterte von Lützau. 17 Lehrer seien dort angestellt. 30 Prozent der Schüler kämen aus sozial schwachen Familien, eine staatliche Förderung gebe es nicht. Um die Arbeit zu finanzieren, reisen die beiden Leitenden unter anderem jährlich – außer im Coronajahr – mit fünf besonders talentierten Jugendlichen nach Europa für eine Fundraising Tour.

Unterstützung durch die Hale-Bopp-Big-Band

Ein zweites Standbein ist der Verkauf von kunsthandwerklichen Produkten, wie Schmuck und Schals, von denen Patty Anaguano auch einige mitgebracht hatte. Viele Talente seien bereits entdeckt und gefördert worden, wusste Hans-Joachim von Lützau, dass rund 30 Ehemalige mittlerweile in Europa Musik studiert und auch außerhalb ihres Heimatlandes erfolgreich seien.

Für die gute Ausbildung ist Trompeter Bryan Pachacama, der Sohn von Jorge, das beste Beispiel. Er fuhr nach diesem Wochenende nicht zurück nach Südamerika. Der 19-Jährige studiert klassische Musik in Luzern und spricht deshalb auch gut Deutsch. Und so übernahm er am Freitagabend auch die Ansage der Musikstücke, die das Quintett den begeisterten Zuhörern im Licht der untergehenden Sonne präsentierten.

Angefangen mit Jazz, gefolgt von einem argentinischen Tango, überzeugten sie mit einem Mix aus südamerikanischen und anderen Rhythmen, ehe „Samba“ auf die Leinwand kam.

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