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Städtepartnerschaft Nottuln – Saint-Amand-Montrond

Mehr jüngere Leute gewinnen

Nottuln

Die nächsten Aktivitäten der Städtepartnerschaft zwischen Nottuln und Saint-Amand-Montrond wurden am Martinimarkt-Wochenende geplant. Der Blick ging auch schon bis ins Jahr 2024, wenn diese deutsch-französische Freundschaft seit 40 Jahren bestehen wird.

Die freundschaftlichen Beziehungen zwischen Nottuln und Saint-Amand-Montrond wurden am Martinimarkt-Wochenende gepflegt. Foto: Partnerschaftskomitee Nottuln

Auf gelungene Martinitage blickt der Fachbereich Saint-Amand-Montrond des Partnerschaftskomitees der Gemeinde Nottuln zurück. 40 Franzosen, angeführt von Bürgermeister Emmanuel Riotte, waren bei den Feiern zum 400-jährigen Bestehen des Martinimarkts dabei. Die Offiziellen auf deutscher und französischer Seite nutzten das Treffen, um die nächsten Aktivitäten der Städtefreundschaft gemeinsam zu planen.

Weinmesse zum Auftakt der Aktivitäten 2023

Im kommenden Jahr wird ein Austausch im März anlässlich der Weinmesse „Foire aux Vins“ stattfinden. Diese Weinmesse findet bereits zum 75. Mal statt. Gleichzeitig feiert die Bruderschaft dort ihr 50-jähriges Bestehen, heißt es in einem Pressetext des Partnerschaftskomitees. Einzelheiten zu einem üppigen Rahmenprogramm wollen die Organisatoren noch bekannt geben.

Im Juni empfängt die Mariengrundschule Appelhülsen den Gegenbesuch aus Saint-Amand-Montrond. Die Kinder aus Appelhülsen waren im Oktober in Frankreich.

Ein Schlaglicht fiel schon auf das Jahr 2024, wenn die beiden Gemeinden das 40-jährige Bestehen ihrer Partnerschaft in Saint-Amand-Montrond feiern wollen. Die Feiern sollen vom 30. Mai bis zum 2. Juni stattfinden. Die Vorbereitungen dafür laufen bereits.

Überalterung im Komitee entgegenwirken

Breiten Raum nahm die von Günter Dieker, Vorsitzender des Nottulner Partnerschaftskomitees, angestoßene Diskussion zur Überalterung der Aktiven in beiden Komitees ein. „Wir müssen dringend neue Wege gehen, um jüngere Leute an den Austausch und an die Komiteearbeit heranzuführen“, führte Dieker aus. Die Städtepartnerschaften in Europa gehörten zu den tragenden Säulen des gegenseitigen Austausches zwischen den Völkern auf allen Ebenen, sei es Kultur, Sport, Schule oder Wirtschaft. Für viele, gerade die Jüngeren, sei es eine Selbstverständlichkeit geworden, dass Europa grenzenlos sei, dass die Menschen in Frieden lebten und sich einen gewissen Wohlstand erworben hätten. Dies werde durch verschieden Einflüsse aktuell gefährdet.

Aufruf an die Kommunalpolitiker

„Es gibt Teile der Politik und der Bevölkerung, die daran glauben, dass eine stärkere Besinnung auf Nationalstaatlichkeit Vorteile bringen würde. Der Brexit ist dabei ein aktueller Beleg, dass dies nicht funktioniert. Auch der Friede in Europa ist zurzeit bedroht wie schon lange nicht mehr. Demokratie und Frieden bedürfen der ständigen Arbeit, weil unser Leben sich naturgemäß auch ständig verändert. Wir brauchen dazu auch und gerade junge Leute, die sich einbringen,“ erklärte Günter Dieker.

Da dies nicht von den Komitees alleine geleistet werden könne, bat Dieker die anwesenden Politiker und Bürgermeister um Unterstützung. Dr. Dietmar Thönnes und Emmanuel Riotte sagten spontan ihre Unterstützung zu. „Dies wird ein Schwerpunkt unserer Arbeit in der nahen Zukunft sein“, betonte auch Laurette Denquin, Vorsitzende des Partnerschaftskomitees in Saint-Amand-Montrond.

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