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Hilfsorganisation „Ein Herz für Senegal“ baut neuen Klassenraum

Mehr Platz zum Pauken

Schapdetten

Die Hilfsorganisation „Ein Herz für Senegal“ kennt sich vor Ort in dem westafrikanischen Land gut aus. Wo Bedarfe sind, unterstützt sie. Jetzt an einer Schule in Palmarin Facao.

Von Stephanie Sieme

Die Arbeiten für den Bau des neuen Klassenraums im senegalesischen Ort Palmarin Facao sind inzwischen gestartet. Ende Februar soll die Maßnahme abgeschlossen sein. Dann können die Schüler in den neuen Klassenraum einziehen. Foto: Ein Herz für Senegal

Der Bau ist gestartet, das Fundament wird gegossen. Damit es mehr Platz zum Pauken gibt, wird an einer Schule im Senegal ein Anbau für einen weiteren Klassenraum errichtet. „Die Schule hat 1022 Schüler in 20 Klassen, aber nur 17 Klassenräume“, berichtet Reinhard Schriever, Vorsitzender der Hilfsorganisation „Ein Herz für Senegal“, die die Schule in Palmarin Facao in dem westafrikanischen Land unterstützt. „Dort gehen zwischen 50 bis 70 Kinder in eine Klasse“, erzählt Schriever und informiert, dass der Anbau so erfolgen wird, dass künftig auch noch ein weiterer Klassenraum oben drauf gebaut werden kann.

Jedes Jahr reist eine kleine Delegation der Hilfsorganisation, deren Mitglieder neben Schapdetten auch aus vielen anderen Orten des Kreises Coesfeld kommen, in den Senegal. Zuletzt 2019 vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie. Nun werden Projekte umgesetzt, die von Deutschland aus gut zu steuern sind, wie Schriever erzählt. Der Schapdettener war selbst schon fast 20 Mal vor Ort. Das erste Mal 1991. Er kennt den Senegal sozusagen wie seine Westentasche: „Man kennt die Problematiken vor Ort. Man weiß, wo was nötig ist.“

„Man kennt die Problematiken.“

So wie eben ein Anbau an der Schule. Dabei handelt es sich um eine staatliche Einrichtung mit Realschule und Gymnasium. Im Senegal geht die Grundschule von der 1. bis zur 6. Klasse. Nach der Grundschule können die Schüler die Schule verlassen. Die besten gehen aber weiter zur Realschule und gegebenenfalls anschließend zum Gymnasium. Die Realschule beginnt im Senegal mit der 7. Klasse und endet nach der 10. Klasse. Das Gymnasium startet mit der 11. und geht bis zur 13. Klasse. „Die meisten Kinder im Senegal sehen die Schulbildung als das Wichtigste in ihrem Leben an“, so Schriever. Kinder aus einem Umkreis von etwa neun Kilometern besuchen die Schule in dem Ort Palmarin Facao, in dem überwiegend Fischer leben. Die meisten kommen zu Fuß.

Mit den Eltern und Lehrern hat „Ein Herz für Senegal“ sich darauf verständigt, dass sie auch eine Eigenleistung für den Anbau erbringen müssen, wie Schriever berichtet. Das sei bezüglich der Nachhaltigkeit von großer Bedeutung. Die Eltern übernehmen die Kosten für die Elektroarbeiten, die Innenausstattung und den Baugutachter, den Rest zahlt die Hilfsorganisation. Ende Februar sollen die Bauarbeiten bereits fertig sein.

Eltern erbringen Eigenleistung

„Ein Herz für Senegal“ unterstützt mehrere Schulen sowie Kitas und setzt verschiedene Projekte unter anderem im Rahmen der Trinkwasserversorgung und dem Ausbau der flächendeckenden Basisgesundheitsversorgung um. Auch mehrere Fotovoltaikprojekte sind realisiert worden. „Da stehen demnächst Wartungen an“, sagt Schriever, der seit 2007 Mitglied der Hilfsorganisation und seit 2020 ihr Vorsitzender ist. Ihm geht es ganz einfach darum, anderen Menschen zu helfen.

Wer dem Verein etwas spenden möchte, kann das Geld auf folgendes Konto bei der Sparkasse Westmünsterland überweisen: IBAN: DE61 4015 4530 0035 0404 01, Aber auch wer sich engagieren möchte, kann sich gerne mit „Ein Herz für Senegal“ in Verbindung setzen. Detaillierte Infos gibt es auf der Internetseite des Vereins.

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