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Projekt am St.-Elisabeth-Stift

Mit Begeisterung künstlerisch aktiv

Nottuln

Bereits zum dritten Mal ist die Nottulner Künstlerin Andrea Aupers im St.-Elisabeth-Stift zu Gast gewesen. Ihre Kunstaktion kommt bei den Seniorinnen und Senioren stets gut an. „Es ist schön zu beobachten, wie die Frauen und Männer zuerst sehr schüchtern mit dem Malen beginnen und sich dann immer mehr zutrauen“, begeistert sich auch die Sozialdienstleiterin Anke Büchler.

Von Iris Bergmann

Die Künstlerin Andrea Aupers (2.v.r.) macht im St.-Elisabeth-Stift Workshops im Rahmen des Nottulner Kunstprojekts. Die Werke, die die Bewohnerinnen und Bewohner erschaffen, werden in der Ausstellung im Herbst zu sehen sein. Sozialdienstleiterin Anke Büchler (2.v.l.) unterstützt das Projekt. Foto: Iris Bergmann

„Wenn ich male, dann komme ich richtig in den Flow“, begeistert sich die Seniorin und tunkt den Pinsel in die Farbe. Sie hat das Titelblatt einer alten Zeitschrift auf die Leinwand geklebt. „Und jetzt versuche ich, die Farben von der Seite aufzunehmen und drumherum zu malen“, erklärt sie und vertieft sich wieder in ihre Arbeit. Die nicht mehr ganz junge Kunstschaffende ist an diesem Nachmittag eine von sechs Teilnehmenden an einem Workshop, den die Nottulner Künstlerin Andrea Aupers im St.-Elisabeth-Stift anbietet.

Eine Stunde voller Begeisterung und Konzentration

Zum dritten Male gebe es nun schon diese Kunstaktion mit Aupers, erklärt Sozialdienstleiterin Anke Büchler. In diesem Jahr hat das Nottulner Kunstprojekt den Titel „Stille <–> Inspiration <-> Freiheit“.

„Heute sind wir beim Thema Freiheit“, erklärt Büchler und freut sich über die Zusammenarbeit mit Aupers. Für die Bewohnerinnen und Bewohner des St.-Elisabeths-Stiftes sei das noch einmal ein besonderes Angebot. „Es ist schön zu beobachten, wie die Frauen und Männer zuerst sehr schüchtern mit dem Malen beginnen und sich dann immer mehr zutrauen“, begeistert sich die Sozialdienstleiterin. Etwa eine Stunde dauert der Workshop, und in dieser Zeit sind alle nicht nur mit Begeisterung, sondern auch sehr konzentriert bei der Sache.

Jeder Teilnehmer entwickelt seine eigene Handschrift

Andrea Aupers ist an diesem Nachmittag in ihrem Element. „Es ist total spannend, mit den älteren Menschen zu arbeiten“, sagt sie. Ihre Hauptarbeit bestehe in der Motivation, aber das klappe immer. Wenn die anfängliche Zurückhaltung überwunden sei, dann komme Schwung hinein. „Ein jeder entwickelt nach und nach eine eigene künstlerische Handschrift“, hat sie festgestellt. Anfangs sei eine gewisse Scheu da, auch dem Thema gegenüber, die sich aber schnell lege. Und die Teilnehmenden nutzen dann die Möglichkeit, sich künstlerisch auszudrücken. „Und ich sehe die Freude, die sie daran haben.“

Die Ergebnisse des Workshops werden am Ende in einer abschließenden Ausstellung zu sehen sein. Und was passiert mit den Bildern danach? „Meine Bilder hänge ich in meinem Zimmer auf“, erzählt eine der Seniorinnen. „Wenn sich dafür noch ein Platz finden lässt“, schmunzelt eine andere.

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