Rupert-Neudeck-Gymnasium

Nachhaltig für die Nachhaltigkeit werben

Nottuln

Zum zweiten Mal ist eine Multivisionsschau im Rupert-Neudeck-Gymnasium zu erleben gewesen, die sich mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigt. Die Schüler lernten dabei Interessantes und Erschreckendes.

Lukas Sydow

Werben für Nachhaltigkeit (v.l.): Holger Krohn und Tamara Wittmann („Die Multivision“), Matthias Bücker (Wirtschaftsbetriebe Kreis Coesfeld) und Lehrerin Ellen Schüler. Foto: Lukas Sydow

Der Rohstoffverbrauch in Deutschland und weltweit nimmt weiter zu. Die Vorkommen vieler natürlicher Ressourcen drohen zu erschöpfen. Aber was kann jeder einzelne Schüler dagegen tun? Mit dieser Frage beschäftigte sich die Multivisionsschau „REdUSE – über unseren Umgang mit den Ressourcen der Erde“, die am Dienstag zu Gast im Rupert-Neudeck-Gymnasium war.

„Ein Viertel der Weltbevölkerung verbraucht drei Viertel aller Rohstoffe“, erklärte Holger Krohn. Er ist Dozent des Bildungsträgers „Die Multivision e.V.“. Gemeinsam mit seiner Kollegin Tamara Wittmann tourt er durch Deutschland, um globale Zusammenhänge und konkrete Lösungsansätze zu verdeutlichen. Dazu zeigte Krohn den Nottulner Schülern einen eindrücklichen Film. Auch auf die „Plastikflut“ kam der Referent in einer anschließenden Diskussion mit den Schülerinnen und Schülern zu sprechen. „Wir haben es hinbekommen, innerhalb von einer Generation die Ozeane zu vermüllen. Kann das endlos so weitergehen?“

Die Multivisionsschau ist auch in diesem Jahr wieder Baustein einer 2014 am Rupert-Neudeck-Gymnasium gestarteten Projektreihe zur Nachhaltigkeit. Der erste Projekttag damals war ebenfalls eine Multivisionsschau mit dem Thema „Fair Future II – der ökologische Fußabdruck“.

Lehrerin Ellen Schüler freute sich, dass die Kampagne wieder zu Gast in Nottuln war. Denn „Die Multivision“ ist einer der größten deutschen Akteure der Nachhaltigkeitsbildung und eine von 51 anerkannten Maßnahmen der UNESCO zur UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ – ein Ziel, dem sich auch das Rupert-Neudeck-Gymnasium verpflichtet hat. Gerade hat die Schule den Antrag gestellt, „mitarbeitende UNESCO-Projektschule“ zu werden (wir berichteten).

Dank der Unterstützung durch die Wirtschaftsbetriebe Kreis Coesfeld (wbc) konnten alle Schülerinnen und Schüler in drei Blöcken an der Veranstaltung teilnehmen. Die Kampagne macht insgesamt an rund 2000 Schulen Station und erreicht damit deutschlandweit rund 500 000 Schüler. „Wir wenden uns direkt an die junge Generation, um deren Zukunft es geht“, erklärte Holger Krohn. Ein Ziel, das auch wbc-Mitarbeiter Matthias Bücker unterstützt. „Uns liegt nichts daran, möglichst viele Abfälle zu entsorgen.“ Stattdessen gehe es um Vermeidung und Recycling. Die Schüler konnte er dafür am Dienstag gewinnen. Und Lehrerin Ellen Schüler ist sich sicher: „Als UNESCO-Projektschule werden wir uns auch weiterhin für Nachhaltigkeit, Klima- und Ressourcenschutz einsetzen!“

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