1. www.wn.de
  2. >
  3. Münsterland
  4. >
  5. Nottuln
  6. >
  7. „Noch gibt es uns“

  8. >

Kunst im Rathaus

„Noch gibt es uns“

Nottuln

Detailreich und scharf sind die Fotos, die der Hobbyfotograf Ulli Messing in der Reihe „Kunst im Rathaus“ ausstellt. Mit den Vogel- und Insektenfotos im DIN-A3-Format soll auch darauf aufmerksam gemacht werden, dass die Artenvielfalt bedroht ist.

Rieke Orel, Kulturkoordinatorin der Gemeinde Nottuln, und Künstler Ulli Messing warben mit dem Kulturcontainer auf dem Wochenmarkt für die neue Rathausausstellung „Noch gibt es uns“. Foto: Ludger Warnke

So detailscharf wie auf den Bildern von Ulli Messing sieht man den bunten Distelfink (Stieglitz) oder den mittlerweile selten gewordenen Star nicht oft. Der Nottulner, vielen Kunstfreunden vor allem als Glaskünstler und Organisator von Kunstveranstaltungen bekannt, ist seit Jahren auch ein begeisterter Hobbyfotograf. In der Reihe „Kunst im Rathaus“ stellt Ulli Messing ab dem 9. Dezember (Freitag) etwa 20 bis 24 Vogel- und Insektenfotos im DIN-A3-Format in der Gemeindeverwaltung aus.

Mehr als schöne Bilder

Mit dem Kulturcontainer warben am Donnerstag auf dem Wochenmarkt Rieke Orel, neue Kulturkoordinatorin der Gemeinde Nottuln, und Ulli Messing für die Fotoausstellung. Die will mehr sein als nur eine Möglichkeit zum Betrachten schöner Bilder. „Der Rückgang der Arten ist ein Problem, das uns alle angeht“, ist Ulli Messing überzeugt. Deshalb hat er in Kontakt mit Naturschutzverbänden viele Informationen zum Artenrückgang in der Insekten- und Vogelwelt zusammengetragen und wird diese ebenfalls im Rahmen der Ausstellung präsentieren.

Sämtliche ausgestellten Insekten- und Vogelfotos sind übrigens im Garten von Ulli Messing entstanden. Eine naturnahe Gestaltung des Gartens ist ihm wichtig. Als Belohnung tummeln sich viele Vögel und Insekten dort. So gibt es für den Hobbyfotografen mannigfache Gelegenheit, auch selten gewordene Tierarten vor die Kameralinse zu bekommen.

Schwund der Artenvielfalt

Dass der Artenschwund keine hypothetische Annahme, sondern ein tatsächliches Problem ist, belegen die Vogelzählungen und Beobachtungen der Naturschutzverbände. So ist beispielsweise der Bestand des Distelfinks in Deutschland in den Jahren 1990 bis 2013 um 48 Prozent zurückgegangen, berichtet der NABU.

„Noch gibt es uns“, hat Ulli Messing seiner Ausstellung deshalb einen passenden Titel geben.

Die Ausstellung von Ulli Messing ist in der Reihe „Kunst im Rathaus“ vom 9. Dezember bis 8. Februar in der ersten Etage der Gemeindeverwaltung, Stiftsplatz 7/8, zu den Öffnungszeiten zu sehen. Die offizielle Ausstellungseröffnung findet am 11. Dezember (Sonntag) um 11 Uhr statt. Alle Interessierten sind willkommen.

Startseite