1. www.wn.de
  2. >
  3. Muensterland
  4. >
  5. Nottuln
  6. >
  7. Nottuln bunter und lebendiger machen

  8. >

Gemeinde bewirbt sich um Förderung

Nottuln bunter und lebendiger machen

Nottuln

Ideen hat die Gemeindeverwaltung reichlich, wie man mit kleinen Projekten Nottuln voranbringen könnte. Über die für deren Realisierung benötigte Förderung allerdings wird andernorts entschieden.

wn

Im Rhodepark (v.l.): Daniel Krüger, technischer Betriebsleiter der Gemeindewerke, Kulturkoordinatorin Lea Jockisch, Bürgermeister Dr. Dietmar Thönnes und Christian Wermert, Stabsstellenleiter Tourismus und Marketing. Foto: Gemeinde Nottuln

Im vergangenen Jahr waren es die Einrichtung einer Kneipp-Anlage an der Stever an der Wassermühle Schulze Westerath durch den Heimatverein Nottuln und der Ankauf von zwei Vongries-Skulpturen durch die Bürgerstiftung Nottuln für den Rhodepark. Beide Maßnahmen sind mit Hilfe der LEADER-Kleinprojekte-Förderung Wirklichkeit geworden, erinnert die Gemeinde Nottuln in einer Pressemitteilung. „Bis zu 80 Prozent der Kosten übernimmt LEADER normalerweise dabei, die restlichen 20 Prozent bleiben beim Antragsteller“, sagt Kerstin Juta-Wiggeshoff, Stadtplanerin bei der Gemeindeverwaltung und seit 2014 deren LEADER-Beauftragte.

Für die Kleinprojekte-Förderperiode 2021 sind inzwischen aber so viele Bewerbungen eingegangen, dass nur 72 Prozent der Kosten durch LEADER übernommen werden können. „Übrigens können sich alle Bürgerinnen, Bürger, Vereine und Initiativen um die Förderung eines solchen Projektes bewerben“, erklärt sie den „Bottom-up“-Ansatz des Programms.

„Wir als Gemeinde haben uns in diesem Jahr mit insgesamt sechs Maßnahmen um die LEADER-Kleinprojekte-Förderung beworben“, berichtet Bürgermeister Dr. Dietmar Thönnes. „Diese Förderung verschafft uns die Möglichkeit, Nottuln auch in Zeiten knapper Kassen ein Stückchen bunter und lebendiger zu machen.“ Gleichwohl ist er sich bewusst, dass wahrscheinlich nicht alle Maßnahmen gefördert werden können.

Eine der Maßnahmen betrifft das Kulturprogramm. „Demnächst könnte das Kulturleben um eine weitere Facette bereichert werden“, erklärt Lea Jockisch, Kulturkoordinatorin der Gemeinde: „Wir möchten einen Kulturcontainer anschaffen, der den Kulturmacherinnen und -machern neue Möglichkeiten bietet, um Lesungen, Ausstellungen oder Performances zu veranstalten. Der Container wäre in allen Ortsteilen nutzbar – sozusagen ein mobiler Kultur-Hub.“

Ein anderer Plan ist die Aufstellung von Mitfahrbänken. Nach dem Prinzip „Anhalter für alle“ sollen zunächst drei solcher Bänke an einer Teststrecke zwischen Nottuln, Schapdetten und Appelhülsen aufgestellt werden. „Hier werden nicht nur Mobilität und Klimaschutz neu gedacht, sondern auch das soziale Miteinander wird gestärkt“, erklärt die Gemeinde. Die ersten Bänke auf der Strecke Schapdetten-Nottuln wurden mit Hilfe der Sparkasse bereits von der Initiative „Nottuln Nachhaltig“ und dem Verein „Schapdettener für Schapdetten“ angeschafft, warten jedoch coronabedingt noch auf die Inbetriebnahme.

Mit dem Projekt „Erneuerung der touristischen Hinweistafeln in Nottuln“ soll die Beschilderung an touristisch wichtigen Infrastrukturpunkten modernisiert und weitere neue Schilder aufgestellt werden. „Zusätzlich sollen die Tafeln mit QR-Codes ausgestattet werden“, erläutert Christian Wermert, Touristik-Experte der Gemeinde, „darüber können Gäste tages- und saisonaktuelle Informationen per Handy herunterladen.“

Um ein weiteres digitales Angebot geht es auch beim Podcast „Nottuln Inside“ – ebenfalls ein Projekt, mit dem sich Nottuln um eine Förderung aus dem LEADER-Topf bewirbt.

An weiteren Ideen mangelt es der Verwaltung nicht: „Wir haben noch so manch andere Projekte, die wir mittel- und langfristig gerne angehen wollen“, sagt Thönnes. Wobei die Installation von Trinkbrunnen im Ortskern und die Entwicklung einer digitalen Ortsführung „zu den großen Projekten gehören, die wir in der Pipeline haben und für die die Fördertöpfe noch nicht so ganz feststehen.“ Ob indes die LEADER-Förderung zur Aufstellung von abschließbaren Fahrradboxen im Ortskern und zur Installation eines Büchertauschschranks zum Tragen kommt, ist noch nicht abschließend geklärt.

Nun kommt es darauf an, dass diese Projekte auch bewilligt werden. „Das liegt nicht mehr in unserer Hand. Wir haben alles gegeben, um die Dinge auf den Weg zu bringen“, dankt Bürgermeister Thönnes der Mitarbeiterschaft. Die Projekte seien in Teamarbeit entstanden, in die auch die Gemeindewerke eingebunden sind. „Wir sorgen zusammen mit den Kollegen vom Bauhof dafür, dass die dafür erforderlichen baulichen Infrastrukturmaßnahmen erledigt werden“, sagt Daniel Krüger, technischer Betriebsleiter der Gemeindewerke.

Startseite