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Neue Einrichtung „La Passerelle“

„Offensichtlich gut angelegtes Geld“

Nottuln

Ein neues Projekt in Saint-Amand-Montrond begeisterte die Nottulner Gäste: Das Projekt „La Passerelle“ ist eine Berufs- und Bildungsförderungseinrichtung der besonderen Art.

Ammonzine Bayer (l.), Mitarbeiterin im „Passerelle“ (l.), und Laurette Denquin führten Helmut Walter und Günter Dieker durch die neue Einrichtung. Foto: Partnerschaftskomitee St. Amand

Bei ihrem Besuch zum Nationalfeiertag in Saint-Amand-Montrond hatten die Nottulner Helmut Walter und Günter Dieker die Gelegenheit, das in einer ehemaligen Druckerei neu errichtete Projekt „La Passerelle“, übersetzt: „Die Brücke“, zu besichtigen. Die Industriebrache einer mitten in der Stadt gelegenen ehemaligen Druckerei konnte die Stadt St. Amand mit Unterstützung des Landes und des Departements für diese Zwecke erwerben.

Geschaffen wurde hier eine hochmoderne Einrichtung, die verschiedene Berufs- und Bildungsförderungen gewährleisten soll, berichtet das Partnerschaftskomitee nach einem Besuch der Einrichtung, bei der die dortige Mitarbeiterin Ammonzine Bayer und Laurette Denquin, Vorsitzende des französischen Partnerschaftskomitees, die Gäste führten. Im „La Passerelle“ werden junge Unternehmen beratend unterstützt. Büro-, Werk- und Lagerflächen können kurzzeitig angemietet werden, um finanzielle Belastungen gerade zu Beginn einer Selbstständigkeit geringer zu halten.

Erleichterter Berufseinstieg für Jugendliche

Ein weiterer Förderzweig erleichtert Jugendlichen den Berufseinstieg. So besteht die Möglichkeit, etwa im Bausektor Jugendliche auf eine Ausbildung vorzubereiten. Auch die Ausbildung im IT-Sektor wird mit modern eingerichteten Räumlichkeiten unterstützt. Der Glasfaseranschluss ist dort so selbstverständlich wie die Möglichkeit, im 3D-Druckverfahren zukunftsträchtige Fertigungsmöglichkeiten zu erlernen und anzuwenden.

In Kooperation mit auswärtigen Universitäten sollen Studenten, die aus finanziellen oder sonstigen Gründen das Studium nur digital wahrnehmen können, im „La Passerelle“ entsprechende Möglichkeiten unter Begleitung von Tutoren vorfinden.

„So wollen wir eine gewisse Ortsverbundenheit der Jugendlichen fördern und der Abwanderung entgegenwirken“, erläuterte Laurette Denquin, die vormals Bildungs- und Kulturbeauftragte in Saint Amand war.

„Aus Altem Zukunftsträchtiges geschaffen“

Die Gäste zeigten sich beeindruckt. „Hier wird aus Altem Zukunftsträchtiges geschaffen. Es gibt Ähnliches auch bei uns, jedoch habe ich eine solche Vielfalt noch nicht unter einem Dach gesehen“, meinte Ratsherr Helmut Walter angesichts der unzähligen Möglichkeiten und Ausrichtungen.

Auf einem Plakat vor dem Gebäude ist zu ersehen, dass 2,5 Millionen Euro in dieses Projekt geflossen sind. „Offensichtlich gut investiertes Geld“, war sich auch Günter Dieker nach der Besichtigung sicher.

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