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Institut für Wasserforschung

„Positives Attest“ für 2019

Nottuln

Bei den Nottulner Gemeindewerken ist die Freude groß: Das Wasserwerk der Gemeinde schneidet im Bericht des Instituts für Wasserforschung wieder sehr positiv ab.

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Das Wasserwerk der Gemeinde Nottuln liefert erstklassiges Trinkwasser. Das Rheinisch-Westfälische Institut für Wasserforschung aus Mülheim stellt den Gemeindewerken ein gutes Zeugnis aus. Foto: Frank Vogel

„Das an die Nottulner Bevölkerung abgegebene Trinkwasser erfüllte auch im Jahr 2019 zu jedem Zeitpunkt die strengen Anforderungen der in Deutschland geltenden Trinkwasserverordnung. Auch erfolgte keine Überbeanspruchung des Grundwasserleiters, sodass auch hinsichtlich der Grundwassermenge die Versorgung mit hochwertigem Trinkwasser gewährleistet war.“ Zu diesen positiven Ergebnissen kommt jetzt das Rheinisch-Westfälische Institut für Wasserforschung gGmbH aus Mülheim a.d.R. (IWW) in seiner jährlichen Berichterstattung zur Nottulner Grund- und Trinkwassersituation. Darauf weisen die Gemeindewerke Nottuln hin.

Ausgangspunkt für den jährlichen Bericht des Instituts für Wasserforschung, so erinnern die Gemeindewerke, ist eine seit 2009 jährlich vorübergehend auftretende Keimbelastung des Grundwassers mit E-coli-Bakterien. Die seit 2009 durchgängig betriebene UV-Anlage im Nottulner Wasserwerk sorgt dafür, dass das an die Kunden gelieferte Trinkwasser in stets einwandfreier Trinkwasserqualität abgegeben wird.

Flankiert wird die verfahrenstechnische Aufbereitungsanlage durch den seit 2011 umgesetzten Düngeverzicht nach Ernte der Hauptfrucht. Im Rahmen der Kooperation Landwirtschaft/Wasserwirtschaft verzichten die Bewirtschafter ausgewählter landwirtschaftlicher Flächen im Wasserschutzgebiet auf eine Wirtschaftsdüngung im Herbst und erhalten dafür einen finanziellen Ausgleich. Aus Sicht der Gemeindewerke hat sich diese Kooperation sehr bewährt: „Ein potenzieller Eintrag von Keimen der allgemein E-coli-haltigen Gülle wird vermieden. Diese freiwillige Maßnahme geht über die gesetzlichen Vorgaben für eine Wirtschaftsdüngung hinaus und wird den spezifischen Verhältnissen des Nottulner Wassereinzugsgebietes gerecht. Hier arbeiten Landwirtschaft und Wasserwirtschaft sehr gut zusammen.“

Auch im Jahr 2019 sei der freiwillige Düngeverzicht mit einem sehr guten Ergebnis umgesetzt worden. Der Zeitraum der Grundwasserbelastung betrug nur zehn Tage vom 20. bis 29. November. In den Jahren vor dem freiwilligen Düngeverzicht waren es noch rund 40 Tage. Zudem fällt auch die Höhe der Belastung seit Umsetzung des Düngeverzichtes im Jahr 2011 geringer aus, berichten die Gemeindewerke.

Und die Erfahrungen der vergangenen Jahre haben gezeigt, dass mit einer Keimbelastung des Grundwassers in der Regel eine beginnende Wasserführung des Nonnenbaches einhergeht und eine Bodensättigung nach Niederschlägen eintritt. Eine nahezu taggenaue Vorhersage ist möglich und der Untersuchungsumfang kann zielgenau verdichtet werden. Die Gemeindewerke: „Sämtliche Trinkwasseruntersuchungen haben auch für 2019 wieder gezeigt, dass bis zum heutigen Tage weder vor noch nach der UV-Wasseraufbereitungsanlage E-coli-Bakterien im Trinkwasser vorhanden waren.“

Das IWW hat in seiner aktuellen Jahresbetrachtung auch die Niederschläge und die Grundwassersituation 2019 ausgewertet. Danach hat der tendenziell trockene Sommer 2019 auch in Nottuln zu niedrigen Wasserständen geführt, die jedoch nicht so niedrig ausfielen wie 2018. Der Grundwasserleiter wird aber nachhaltig bewirtschaftet. Die Zeitreihe von 2010 bis 2019 weist stabile Zustände aus. Im Februar und März 2020 kam es aufgrund ergiebiger Niederschläge wieder zu einem Anstieg der Grundwasserstände über das Niveau der Februar- und März-Werte des Vorjahres. Eine Überbeanspruchung des Grundwasserleiters ist laut IWW auch in Trockenzeiten nicht zu erkennen.

Peter Scheunemann, Leiter der Nottulner Gemeindewerke, spricht von einem „positiven Attest“ des wasserwirtschaftlichen Institutes IWW für das Wasserwerk der Gemeinde Nottuln und betont: „Das ist ein erfreulicher Bericht des IWW in Zeiten einer Vielzahl negativer Schlagzeilen.“

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