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Karneval in Nottuln

Prinzenpaar im Glück

Nottuln

Eine überraschende Kitzelattacke, dann war es geschehen. Das Nottulner Prinzenpaar hat den Rathausschlüssel von der Bürgermeisterin erobert.

Maxi Krähling

Geschafft: Das Prinzenpaar Martin II. und Prinzessin Petra II. hat Bürgermeisterin Manuela Mahnke den Rathausschlüssel abgerungen. Foto: Maxi Krähling

Extra viele Tanzgruppen, extra geladene Gäste aus Nah und Fern, ein extra langes Bühnenprogramm, extra bunte Kostüme und extra viel Musik. Ausgiebiger lässt sich ein 60. Karnevals-Jubiläum wohl nicht feiern. Denn zu diesem hatte die Nottulner Karnevalsgesellschaft am Samstagabend in die Mehrzweckhalle des Gymnasiums geladen.

Prinz Martin II. und Prinzessin Petra II. führten das närrische Treiben an. Hielten hoch oben auf der Bühne mit ihrem Elferrat und den Amazonen den Vorsitz und das Karnevalszepter fest in der Hand. Und schließlich auch den Rathausschlüssel. Diesen ließ sich Bürgermeisterin Manuela Mahnke allerdings nur widerwillig abringen. Nur eine überraschende Kitzelattacke überzeugte sie, den Rathausschlüssel für die Dauer der Karnevalssession in die Hände des Prinzenpaares fallen zu lassen. Somit ist „Nottuln jetzt Hochburg des nordrhein-westfälischen Karnevals“, erklärte das Prinzenpaar in seinen närrischen Paragrafen.

„Dieses Jahr hat das Prinzenpaar Glück. Im vergangenen Jahr stand am Morgen nach der Karnevalsrevue direkt eine Ausstellungseröffnung im Rathaus an, die das Prinzenpaar wahrnehmen musste. Aber ich werde mir auch noch etwas ausdenken, damit Martin II. und Petra II. ihre Regierungsgewalt ausüben müssen“, scherzte die Bürgermeisterin.

Auch andere Gäste überbrachten dem Nottulner Prinzenpaar die besten Grüße. So waren Prinz Jörg I. und Prinzessin Sarah I. aus Werne mit einem riesigen Gefolge nach Nottuln gereist. Als Dankeschön und Gegenbesuch für den Besuch des Nottulner Prinzenpaares vor einigen Wochen.

Als Gruß aus der französischen Partnerstadt Saint-Amand-Montrond waren außerdem Napoleon und der Eiffelturm (Markus Wrobel und Valerie Fender) erschienen. Um die deutsche Karnevalskultur kennenzulernen, mit all den kulinarischen Köstlichkeiten wie Berliner, Bier und Schnaps, den Polonaisen und dem Karnevals-Liedgut: „Denn die fünfte Jahreszeit ist Deutschlands schönste Tradition“ und „Närrisch zu sein, müssen wir noch lernen“, erklärten Napoleon und der Eiffelturm im Singsang.

Dazwischen immer wieder tolle und gut einstudierte Tanzvorführungen der Hummelbienchen, der Steversterne und der Figaros – mal in Gardetracht, mal als Clowns, als Flugbegleiterinnen oder in glitzernden Partykleidern. Und viel Musik gab es auch, zum Beispiel mit den Musikern der Blasmusikvereinigung. Dazu das bunt kostümierte Publikum, das es sich an den fast vollständig besetzten Tischen mit Speis, Trank und Lachen gutgehen ließ.

Einzig die Bütt des Kurpfuschers vom Rhein hätte sich die Karnevalsgesellschaft schenken können. Leider nicht lustig, sondern nur lachhaft und ausschließlich unappetitlich unter der Gürtellinie, brachte Berthold Heinze seinen Beitrag über die Bühne. So dass das Publikum den folgenden Auf-tritt der Hummelbienchen mit Erleichterung empfing.

Ansonsten ein ausgedehntes Programm, bei dem die Nottulner Karnevalisten in vollen Umfang auf ihre Kosten gekommen sind und bis spät in die Nacht feierten.

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