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Förderverein St. Mariä Himmelfahrt: Orgelkonzert mit Gert van Hoef

Riesenbeifall für Ausnahmekünstler

Appelhülsen

Musiker Gert van Hoef hat in Appelhülsen viele neue Fans gewonnen. Sein Konzert in St. Mariä Himmelfahrt war ein echter Ohrenschmaus. Das Publikum dankte mit Standing Ovations und minutenlangem Applaus.

An der erst vor Kurzem gereinigten und generalüberholten Orgel in St. Mariä Himmelfahrt gab der niederländische Ausnahmekünstler Gert van Hoef ein umjubeltes Konzert. Foto: Förderverein St. Mariä Himmelfahrt

Der Förderverein St. Mariä Himmelfahrt Appelhülsen hatte das Glück auf seiner Seite, als er beim Management des niederländischen Konzertorganisten Gert van Hoef nach der Möglichkeit eines Konzerttermines angefragt hatte. Die überraschende Antwort: „Ja, wenn Gert von seiner Konzertreise aus England zurück ist, kann ein Termin zustande kommen.“ Und am Montag war es soweit.

Anfreunden mit der Orgel

Bereits um 13 Uhr konnten die Organisatoren den Musiker begrüßen, berichtet der Förderverein in einer Pressemitteilung. „Nach einer kurzen Vorstellungsrunde begann er aber dann auch sofort, sich mit unserer Orgel anzufreunden“, erzählt Erwin Hake. Alle auf dem Programm stehenden Musikstücke wurden auf die Tonalität und technischen Möglichkeiten abgestimmt, was mehrere Stunden in Anspruch nahm. „Dass die Orgel in St. Mariä Himmelfahrt erst vor Kurzem gereinigt und generalüberholt worden ist, stand damals mit dem Konzert in keinem Zusammenhang“, berichtet Hake. „Aber es freute den Künstler natürlich.“

Um 19 Uhr begrüßte Dechant Norbert Caßens die Zuhörer in der voll besetzten Kirche. Bei seiner Begrüßung ging er auf das bevorstehende Programm ein und prägte hierbei das Leitbild des Abends „Herr, du bist mein Leben“.

Nach dem Einstieg mit dem Stück „Die Ankunft der Königin von Saba“ (Georg Friedrich Händel) übernahm Erwin Hake die Moderation des Abends. Bereits mit diesem ersten Musikstück wurde deutlich, welch musikalische Qualität die Zuhörer bei diesem Konzert erwarten konnten.

Gert van Hoef hielt den Spannungsbogen entsprechend hoch mit „Die Kraft deiner Liebe“, einer von ihm selbst umgesetzten Song-Adaption, gefolgt vom „Marche Triomphale“ und dem „Orgelkoraal“ über Psalm 91 von Jan Zwart. Mit der „Fantaisie in Es-Dur“ von Camille Saint-Saens ging es, begleitet von frenetischem Applaus, in die Pause.

Im zweiten Teil des Konzertes brachte Gert van Hoef dann die von Klaas Jan Mulder komponierte „Aria Gezang 91“. Gänsehaut war garantiert, genau wie beim anschließenden „Pomp & Circumstance“ von Edward Elgar, der heimlichen englischen Nationalhymne.

Mit der Fantasie und Toccata „Herr du bist mein Leben“, arrangiert vom Künstler selbst, ging es langsam in Richtung Konzertende. Bereits nach diesem Stück wollte der Applaus nicht enden. Es folgten aber noch die „Reisebilder Opus 7, No. 1 (Morgensonne)“ von Sigfrid Karg-Elert und zum Schluss die Toccata in c-Moll (Ernest Halsey).

Tosender Applaus

Jetzt gab es für die Zuhörer, die unter anderem aus den Niederlanden, aus Chemnitz und vom Niederrhein angereist waren, kein Halten mehr. Standing Ovations für Gert van Hoef, minutenlanger Jubel und Applaus für diesen sympathisch auftretenden Künstler.

Auch die frisch renovierte Appelhülsener Orgel zeigte sich von ihrer besten Seite: Besonders gefielen die zahlreichen sanften und flötigen Stimmen, die nach der Überholung des Instrumentes warm intoniert zu hören waren. Und auch das kraftvolle Plenum ertönte mehrfach im Kirchenschiff: schmetternde Trompetenstimmen und silbrige Mixturen vereinten sich zu einem angenehmen Wohlklang ohne aufdringliche Schärfen. Die Neuintonation der Orgel – durchgeführt von Orgelbau Fleiter aus Nienberge – hat sich bewährt.

Orgelrenovierung hat sich gelohnt

Gert van Hoef gelang es, die unterschiedlichen Facetten der Orgel mit großer spielerischer Leichtigkeit zum Besten zu geben. Der Orgelsachverständige des Bistums Münster, Ulrich Grimpe, der unter den Zuhörern war, zeigte sich sehr zufrieden mit dem Ergebnis der Orgelrenovierung.

Erwin Hake hatte in seiner Moderation nicht zu viel versprochen, wenn er zu Beginn von einem einmaligen musikalischen Erlebnis sprach, an das die Besucher noch lange zurückdenken.

Natürlich konnte das Konzert nicht ohne eine Zugabe enden. Und so setzte sich Gert van Hoef noch einmal an die Orgel und gab „Conquest of Paradise“ von Vangelis zum Besten.

Übrigens: Dieses Konzert wurde von den Technikern des Hoef-Teams aufgenommen und ist demnächst per Video bei YouTube zu sehen.

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