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Vogelstangeschmieren der Bruderschaften St. Antoni und St. Martini

Rudi Schaar neuer Holzschuhkönig

Nottuln

Darauf haben viele gewartet: Schützenfestatmosphäre in Nottuln. Zumindest ein wenig beim Vogelstangeschmieren am Samstagabend.

Geschafft! Mit dem 153. Schuss wurde Rudi Schaar neuer Holzschuhkönig. Endlich! Die stattliche Zahl von rund 160 Bruderschaftsmitgliedern von St. Antoni und St. Martini hatte sich am Samstagabend an der Vogelstange versammelt, um dort mit dem Holzschuhschießen ein wenig Schützenfestatmosphäre zu genießen. Foto: St.-Antoni-Bruderschaft

Endlich! Die Freude war allen anzumerken. Endlich konnten die beiden Nottulner Bruderschaften St. Antoni und St. Martini wieder ein wenig Schützenfestatmosphäre genießen.

Am Samstagabend trafen sich rund 160 Mitglieder beider Bruderschaften, um an der Vogelstange im Bagno den neuen Holzschuhkönig zu ermitteln. Beim letzten Vogelstangeschmieren 2019 gelang es Kai Sosna, die Reste des Holzschuhs von der Stange zu holen. Diesmal wurde es ein hartes und sehr ausdauerndes Ringen. Denn der erstmalig von Georg Rabert gebaute Holzschuh erwies sich als sehr zäh. Erst mit dem 153. Schuss holte schließlich Rudi Schaar die letzten Reste des Holzschuhs von der Stange und wurde unter tosendem Jubel als neuer Holzschuhkönig beider Nottulner Bruderschaften gefeiert.

Für das Holzschuhschießen und die künftigen Vogelschießen können die Mitglieder übrigens auf eine gut ausgestattete Vogelstange zurückgreifen. Im Vorfeld hatte eine Arbeitsgruppe aus Mitgliedern beider Bruderschaften ein neues Stromverbindungskabel von der Verteilerstation direkt bis zur Vogelstange gelegt, um das Hochdrehen des Kugelfanges zu erleichtern. Auf Idee der St. Martini wurden außerdem die Holzwände des Unterstandes mit neuen Bannern verkleidet. Zu sehen sind bei Veranstaltungen nun die Embleme der beiden Bruderschaften und der Gemeinde Nottuln. Somit müssen die Schützen und die Besucher nicht mehr auf die Graffitischmierereien der Holzwände schauen. Das kam am Samstag bei den Teilnehmern und Gästen gut an.

Alle waren bester Stimmung. Vor Beginn des Holzschuhschießens ließen Josef Neuhaus, Hauptmann der St. Antoni, und Laurenz Rumphorst, Major der St. Martini, die vielen Schützen antreten. Anschließend startete das Holzschuhschießen, das Schießmeister Albert Wiedemhöver in seiner bewährten ruhigen Art leitete. Den ersten Schuss gab selbstverständlich der alte Holzschuhkönig Kai Sosna ab. Danach bildete sich eine lange Schlange von Schützen. Auch die einsetzende Dunkelheit konnte den Eifer der Schützen nicht bremsen.

Zum guten Gelingen trugen nicht unerheblich Frauen aus beiden Bruderschaften bei. Die Damen der Vorstandsmitglieder der St. Antoni kümmerten sich um den Getränkestand und die Martini-Damen grillten schmackhafte Würstchen. Bei guten Wetter klang der Abend dann langsam an der Vogelstange aus.

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