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Kunst im Rathaus Nottuln

Schicht für Schicht

Nottuln

In lockerer Atmosphäre und unter Glockenläuten der benachbarten St.-Martinus-Kirche ist im Nottulner Rathaus die Ausstellung „Dick aufgetragen“ mit Werken von Simone Schmidt eröffnet worden.

Patrick Schulte

Die Künstlerin lebt zwar seit einigen Jahren in Hamburg, fühlt sich ihrem Heimatort Nottuln jedoch noch immer stark verbunden. So wurde über den Kontakt zu Ulli Messing die Ausstellung in der Reihe „Kunst im Rathaus“ möglich.

Bürgermeister Peter Amadeus Schneider fand lobende Worte für die ambitionierte Künstlerin. Und ihre Werke machen dem Titel „Dick aufgetragen“ alle Ehre. Bis zu 20 Farbschichten sind auf einem Bild verarbeitet worden und geben so jedem Bild einen einzigartigen Charakter. Die überwiegend abstrakten Werke sind allesamt in Acryl auf Leinwand ausgeführt und stammen größtenteils aus den vergangenen zwei bis drei Jahren.

An der abstrakten Malerei schätzt die Hamburgerin vor allem den hohen Grad der Freiheit: „Wenn ich vor einer leeren Leinwand stehe, weiß ich vorher nie, was am Ende für ein Bild herauskommen wird. Das hängt immer von meiner jeweiligen Stimmung und meinen Gefühlen ab.“ Inspirieren lässt sich Simone Schmidt dabei hauptsächlich durch eine hohe Aufmerksamkeit im Alltag. Auch wenn es dem Betrachter auf den ersten Blick anders erscheint, hat jedes Bild seine eigene Aussage und seine eigene Geschichte.

Die Titel der jeweiligen Bilder legt die Malerin dabei erst im Nachhinein und auf ganz unterschiedliche Art und Weise fest. Bei einem ihrer Werke nutzte sie sogar die sozialen Netzwerke und ließ ihre Freunde über den Titel des Bildes entscheiden.

Auch wenn ihre Kunstwerke generell auf Leinwand entstehen, sind aktuell zwei ihrer Bilder zudem auch auf einem eher untypischen Untergrund zu finden: Sie schmücken das Etikett von Weinflaschen. Diese stammen von einem Winzer aus Heilbronn, der in seiner Serie „Lampenfieber“ die Werke verschiedener Künstler als Etikett drucken ließ.

Noch bis zum 30. Juli haben alle Nottulner die Möglichkeit, sich im Rathaus von den Fähigkeiten der Künstlerin zu überzeugen.

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