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Neue Statistik für die Gemeinde Nottuln

Schon 8000 Auspendler

Nottuln

Die Zahl der Auspendler aus der Gemeinde Nottuln ist hoch. Doch sie ist inzwischen theoretischer als früher. Grund dafür ist der Trend zum Homeoffice.

Viele Berufspendler in Richtung Münster müssen täglich die Beisenbusch-Kreuzung (B 525/K 11) passieren. An dem mit einer Ampelanlage ausgestatteten Verkehrsknotenpunkt kommt es im Berufsverkehr regelmäßig zu Staubildungen. Foto: Frank Vogel

Mobilität bleibt für die meisten berufstätigen Frauen und Männer in der Gemeinde Nottuln weiter ein wichtiges Thema. Denn mittlerweile verlassen werktäglich schon knapp 8000 Menschen ihre Wohnung in Nottuln, Appelhülsen, Schapdetten oder Darup und fahren mit dem Fahrrad, Bus, Zug oder Pkw zu einem Arbeitsplatz außerhalb der Gemeinde. Entsprechend voll sind in den Morgen- und Nachmittagsstunden die Straßen, Busse und Züge.

Das geht aus der neuen Pendlerstatistik für das Jahr 2021 hervor, die der Landesbetrieb Information und Technik NRW am Dienstag bekannt gab. Nicht überraschend: Für fast 44 Prozent aller Auspendler aus der Gemeinde Nottuln liegt der Arbeitsplatz in Münster.

44 Prozent der Auspendler fährt nach Münster

Regelmäßig werden die Pendlerzahlen aktualisiert, denn die Ergebnisse sind für Verkehrs- und Stadtplaner von Bedeutung, gerade wenn es darum geht, den Verkehr in und zwischen den Kommunen nachhaltiger zu gestalten. Allerdings enthält die Statistik Unsicherheiten, denn die Zahlen ergeben sich allein aus der Auswertung der Merkmale „Wohnort“ und „Arbeitsort“. „Die Ergebnisse stellen daher die potenzielle Mobilität der pendelnden Personen dar. Der Weg zum Arbeitsort muss nicht zwangsläufig täglich zurückgelegt werden“, erläutert die Statistikbehörde. Homeoffice kann dazu führen, dass die Pendlerzahlen in der Realität niedriger sind.

Der Grundtenor der Pendlerbilanz stimmt aber: Die Arbeitsplätze für die meisten Nottulner befinden sich außerhalb der Gemeinde. Die Pendlerzahlen sind wachsend. Im Jahr 2015 gab es in der Gemeinde Nottuln 7734 Auspendler. Im Jahr 2017 waren es 7822 und für das Jahr 2021 meldet die Statistikbehörde genau 7966 Auspendler. Die Auspendlerquote erhöhte sich auf 73,1 Prozent.

Homeoffice sorgt für Rückgang der realen Zahlen

Gelegen zwischen den Ober- und Mittelzentren Münster, Coesfeld und Dülmen, spielen diese drei Städte für die Nottulner Berufstätigen eine wichtige Rolle. Zur Arbeit nach Münster pendelten im vergangenen Jahr 3468 Berufstätige (43,5 Prozent aller Auspendler aus der Gemeinde), nach Coesfeld 825 (10,4 Prozent) und nach Dülmen 562 (7,1 Prozent). Der Rest der Auspendler verteilt sich dann in kleiner werdenden Zahlen auf zahlreiche andere Kommunen. So gibt es zum Beispiel 58 Personen in der Gemeinde Nottuln, die zum Arbeitsplatz nach Düsseldorf pendeln (0,7 Prozent).

Nottuln hat aber nicht nur Auspendler. Die Arbeitsplätze in der Gemeinde sind auch mit zahlreichen Einpendlern besetzt. Im Jahr 2021 kamen werktäglich 3835 Einpendler in die Gemeinde. Die meisten Einpendler kamen aus Dülmen (695 Erwerbstätige/18,1 Prozent), Münster (685/17,9 Prozent) und Coesfeld (361/9,4 Prozent). Die weiteren Einpendler verteilen sich auf zahlreiche andere Kommunen, zum Beispiel Marl (31 Personen/0,8 Prozent).

Diese und weitere Zahlen können Interessierte im Statistikportal des Landes nachlesen: www.it.nrw

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