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Gendersensible Verwaltungssprache

„Schritt auf dem Weg zu einer offenen Gesellschaft“

Nottuln

Die Gemeindeverwaltung hat sich Gedanken zu einer „gendersensiblen Verwaltungssprache“ gemacht. Das Ergebnis wird sich nach und nach in allen Texten der Gemeinde wiederfinden.

wn

Im Nottulner Rathaus wird ab sofort gendergerecht geschrieben. Foto: Frank Vogel

Ein Vorbild sein und mit Sprache diskriminierungsfrei umgehen: Diesen Schritt geht die Gemeindeverwaltung Nottuln ab sofort und konsequent, erklärt sie in einer Pressemitteilung. Im gesamten Schriftverkehr der Verwaltung wie Anschreiben, Briefe oder Formulare, in E-Mails und Pressetexten sowie bei Textveröffentlichungen in den Onlinemedien der Gemeinde gilt die gendersensible Verwaltungssprache.

Das hält die Gemeindeverwaltung detailliert in der „Richtlinie für eine gendersensible Verwaltungssprache“ fest, die von Bürgermeister Dr. Thönnes und der Gleichstellungsbeauftragten Carola König unterschrieben, auf der Homepage unter dem Begriff „Gleichstellung“ zu finden ist und intern sämtlichen Mitarbeitenden zur Verfügung gestellt wird.

„Eine moderne Verwaltungssprache sollte unbedingt alle Menschen mit einbeziehen“, erklärt Bürgermeister Dr. Dietmar Thönnes, „Männer, Frauen und sämtliche anderen Geschlechtsidentitäten müssen sich darin wiederfinden.“

Kulturen und Gesellschaften seien ständigen Veränderungen unterworfen und damit auch die Art und Weise, Sprache zu gebrauchen. „Daher ist es uns als Gemeindeverwaltung wichtig, den Ansatz eines geschlechtersensiblen Umgangs mit Sprache zu verfolgen“, betont Gleichstellungsbeauftragte Carola König. „Er stellt Geschlechtergerechtigkeit her, und darüber hinaus können wir auf diese Weise auch sprachlich auf gesellschaftliche Minderheiten Rücksicht nehmen. Diese Haltung wird unter anderem durch die Verwendung des Doppelpunktes erkennbar zum Beispiel bei ‚Mitarbeiter:innen‘.“

„Eine geschlechtergerechte und gendersensible Sprache ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer offenen und vielfältigen Gesellschaft“, ist Dietmar Thönnes überzeugt.

Und: Wo die Richtlinie nicht sofort komplett umgesetzt werden kann – etwa in den zahlreichen Texten auf der Gemeinde-Homepage, geschieht das sukzessive, schreibt die Gemeinde: „Wir arbeiten zügig daran, dem neuen Sprachkodex unserer Verwaltung gerecht zu werden“, verspricht der Bürgermeister.

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