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Afrikatag an der Liebfrauenschule

Schwitzen für das Herzensprojekt in Mosambik

Nottuln

Für die Liebfrauenschule ist die Unterstützung für Jécua in Mosambik schon lange eine Herzenssache. Gut, dass jetzt endlich wieder ein spendenträchtiger Afrika-Tag stattfinden konnte.

Von Iris Bergmann

Die Klassen 5 bis 7 liefen ihre Runden, die älteren Schülerinnen und Schüler arbeiteten, um möglichst viel Geld für Jécua zu sammeln.

Felicitas und Kimberley ziehen sich die groben Arbeitshandschuhe über, dann heben sie die große Holzpalette an – und mit Schwung landet die auf dem Anhänger. Angesichts der prallen Sonne und der sommerlichen Temperaturen kommen die beiden Schülerinnen der Liebfrauenschule ganz schön ins Schwitzen. Genauso wie ihre jüngeren Mitschülerinnen und Mitschüler, die am Donnerstagvormittag eifrig ihre Laufrunden drehen und Kilometer sammeln. Aber sie wissen alle, wofür sie schwitzen: Sie laufen und arbeiten für Geld, das schließlich gespendet wird an das Herzensprojekt der Nottulner Schule in Jécua in Mosambik/Afrika.

Der sogenannte Afrikalauf stand schon auf der Kippe, weil die beiden Hauptorganisatoren für das Laufen, die Lehrer Michael Nieborg und Christoph Ihmenkamp aktuell zu Hause in Corona-Quarantäne sitzen. So übernahmen Christiane Schabos, die die Arbeitseinsätze der Schuljahre acht und neun organisiert, kurzfristig zusammen mit dem stellvertretenden Schulleiter Thorsten Heck den Part mit.

„Endlich kann wieder etwas stattfinden.“ (Heinrich Willenborg)

Schulleiter Heinrich Willenborg freute sich sehr: „Endlich kann wieder etwas stattfinden. Die Kinder laufen, essen Eis, sind in Gruppen unterwegs. Das ist so schön.“ Auch Christiane Schabos war zufrieden. In den vergangenen zwei Jahren war der Afrikatag nur abgespeckt möglich gewesen. „Da haben wir dann eine Doppelstunde Sport genutzt“, erinnerte sie sich. Denn gar kein Geld nach Afrika zu schicken, sei keine Option: „Wenn wir ein Jahr kein Geld schicken, dann bricht das Konzept in Jécua zusammen“, ist sie überzeugt.

Umso wichtiger war jetzt der Afrikatag. Und auch wenn es sich fast so heiß anfühlte wie in Afrika, waren die Mädchen und Jungen hoch motiviert. Wer schon zu müde war zum Laufen, der spazierte halt seine Runden. Und immer führte der Weg über den Schulhof, wo es frische Waffeln und kühles Slush-Eis zur Erfrischung gab.

Kimberley Schmidtke (r.) und Felictitas Wewering packten auf dem Bau mit an. Foto: Iris Bergmann

Felicitas Wewering und Kimberley Schmitdke waren in Appelhülsen auf einer Baustelle. Sie packten nicht nur mit an, sondern bewiesen auch handwerkliches Geschick beim Zuschneiden von Kupferrohren. Noah Feldkamp betätigte sich im Haushalt. Seine Eltern hatten ihn für den Tag engagiert. So fegte er vor dem Haus und machte den Pool sauber. „Ja, das krieg ich alles hin“, war er stolz. Und sein Lohn kommt mit in den großen Spendentopf für Jécua in Afrika.

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