Eichenprozessionsspinner

Sechs Biozideinsätze auf Gemeindegebiet

Nottuln

Die Gemeinde hat im Kampf gegen den Eichenprozessionsspinner dazugelernt. Und sie ist neue Wege gegangen.

Ludger Warnke

Dieses Bild gehört in diesem Jahr der Vergangenheit an: Aus den Raupen des Eichenprozessionsspinners haben sich inzwischen Schmetterlinge gebildet. Foto: Oliver Werner

Noch sind nicht alle Zahlen und Daten zusammengetragen, doch die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners in der Gemeinde lief in diesem Jahr noch ein Stück routinierter ab. Wie Gemeinderechtsrat Stefan Kohaus auf WN-Anfrage mitteilte, funktionierte zum Beispiel die Kommunikation mit dem beauftragten Fachunternehmen in diesem Jahr deutlich besser.

Das Auftreten des Eichenprozessionsspinners in der Gemeinde sei Schätzungen zufolge ähnlich hoch wie in den vergangenen Jahren gewesen. Auch diesmal habe es viele Hinweise aus der Bevölkerung gegeben, „gefühlt waren es aber weniger als im Jahr zuvor“, schilderte Kohaus.

Aufgrund der Erfahrungen aus den Vorjahren habe man diesmal bereits im Vorfeld Hotspots ermittelt, an denen ein starker Befall von Eichenprozessionsspinnern zu erwarten war. Dadurch habe man die Bekämpfung effektiver koordinieren können. Schwerpunkte der Bekämpfung seien wieder Standorte an Spielplätzen, Kitas und Schulen gewesen.

Kosten bei bis zu 5000 Euro

Auf Beschluss der Politik habe man auch noch Biozide eingesetzt. Biozideinsätze erfolgten an insgesamt sechs Stellen in Schapdetten und und Appelhülsen, unter anderem am Bürgerzentrum Schulze Frenking. In Nottuln und Darup hätten sich mehrere Eichenprozessionsspinner-Standorte als nicht geeignet für den Biozideinsatz herausgestellt.

Die Kosten für den Biozid-einsatz belaufen sich auf rund 4000 bis 5000 Euro, schilderte Kohaus. Die Verwaltung ermittele noch, ob der Biozideinsatz wirtschaftlicher sei als die Bekämpfung der Raupen durch Absaugen und Einsammeln.

Kohaus kündigte für den Herbst eine Bilanz zur Eichenprozessionsspinner-Bekämpfung im zuständigen Fachausschuss an.

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