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„Investitionspakt“

Sputen bei der Sanierung der Sportanlagen

Nottuln

Es ist ein Wettlauf mit der Zeit – und es passt zum Thema: Wenn die Verwaltung schnell genug ist, winkt die umfassende Förderung für vier Sportstätten-Projekte.

Frank Vogel

Wenn die Gemeinde alle vier Förderanträge rechtzeitig vorlegt, winkt eine Menge Geld. Foto: Gero Breloer/dpa

Der „Investitionspakt zur Förderung von Sportstätten“, den das Land für dieses und das kommende Jahr aufgelegt hat, könnte die Sanierung und Erweiterung der Sportstätten in der Gemeinde Nottuln richtig voranbringen. Und das Ganze könnte dabei sogar ohne Kosten für die Gemeinde bleiben. Der Gemeindeentwicklungsausschuss hat am Dienstag jedenfalls einstimmig beschlossen, die Verwaltung zu beauftragen, die entsprechenden Förderanträge zu stellen. Es winkt für 2020 eine hundertprozentige Förderung, für 2021 eine 90-prozentige.

In erster Reihe stehen die Turnhalle am Niederstockumer Weg und die Mehrzweckhalle am Rupert-Neudeck-Gymnasium. In der Turnhalle müssen ein neuer Sportboden eingebaut und die Prallwand erneuert werden. Hinzu kommen einige energetisch sinnvolle Maßnahmen wie die Erneuerung der Fenster und die Umstellung der Hallenbeleuchtung auf LED-Technik. Geprüft wird noch, ob man auch die vorhandene Fotovoltaik-Anlage auf dem Dach verbessern kann. Um die Tribüne, die im vergangenen Jahr geschlossen werden musste, weil ein zweiter Rettungsweg fehlt, wieder nutzen zu können, soll ein solcher zweiter Rettungsweg als Stahlkonstruktion auf der Rückseite der Halle angebaut werden.

Auch in der Mehrzweckhalle ist der Sanierungsstau erheblich. Die Sanitäranlagen im Dusch- und Waschbereich müssen erneuert werden, außerdem die dazugehörigen Rohrleitungen. Außerdem solle die Beleuchtungstechnik ausgetauscht werden, um den Energiebedarf zu senken und die Beleuchtungsqualität zu erhöhen.

Ganz schnell vorbereitet werden sollen auch noch Förderanträge für den Umbau des Appelhülsener Tennisplatzes und die Errichtung einer Calesthenics-Anlage an der neuen Dreifachhalle. Im Fall des Tennisplatzes müsse noch geklärt werden, welcher Vereinssparte von Arminia Appelhülsen dieser nach dem inzwischen erfolgten Abzug der Kita-Container gewidmet werden soll. Für die Calesthenics-Anlage liegen bisher noch keine Planungen vor, die für eine Förderanträge jedoch zwingend notwendig sind. Die Verwaltung versucht aber, diese noch zu erstellen, sodass der Rat im besten Fall alle Anträge am 8. September (Dienstag) beschließen könnte.

Hartmut Rulle (CDU) drängte darauf, möglichst alle vier Förderanträge „ins Ziel zu bringen“. Der CDU liege dabei besonders der Wunsch der Arminen am Herzen, den Tennisplatz als Pickleball-Platz herzurichten. „Wir haben versprochen, dass wir den Platz, den die Arminia uns für die Kita-Container zur Verfügung gestellt hat, wieder herrichten. Da sind wir im Wort.“

Fachbereichsleiter Jonas Sonntag machte darauf aufmerksam, dass die Verwaltung nur begrenzte personelle Kapazitäten habe und auch bei Erhalt der Fördermittel Mitarbeiter da sein müssten, die die Projekte dann umsetzen.

Waldemar Bogus (UBG) gab den Hinweis, dass man externe Unterstützung möglicherweise mitfördern lassen könne. Das sollte die Verwaltung prüfen.

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