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iPads für das Gymnasium und Schulsozialarbeit Themen im Ausschuss

Stellenausweitung abgelehnt

Nottuln

Die kommenden Fünftklässler am Rupert-Neudeck-Gymnasium erhalten kostenlos und leihweise iPads für den Unterricht. Das beschloss der Bildungsausschuss. Eine Ausweitung der Schulsozialarbeit wurde aber abgelehnt.

Von Ludger Warnke

Schüler einer fünften Klasse lernen mit iPads. Den Fünftklässlern am Rupert-Neudeck-Gymnasium werden sie im Schuljahr 2022/23 kostenlos leihweise durch die Gemeinde zur Verfügung gestellt. Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Die schwierige Haushaltslage der Gemeinde und das vom Gemeinderat im Sommer beschlossene Konsolidierungskonzept führen dazu, dass auch scheinbare Selbstverständlichkeiten erneut auf den Prüfstand kommen. So hatte sich am Mittwochabend der Ratsausschuss für Bildung und Soziales unter anderem mit der Frage der Schulsozialarbeit und der Finanzierung der iPads ab Klasse 5 am Rupert-Neudeck-Gymnasium zu beschäftigen.

Was die iPad-Ausstattung am Gymnasium angeht, hatte der Rat erst im Juni beschlossen, dass für die Jahrgänge fünf bis acht die Geräte kostenlos leihweise zur Verfügung gestellt werden. Ab Klasse neun müssen die Geräte dann von den Eltern finanziert werden. Es geht um circa 60 iPads, die erstmals für den fünften Jahrgang im Schuljahr 2022/23 von der Gemeinde im Leasingverfahren besorgt werden. Dafür wird die Gemeinde rund 7.200 Euro ausgeben.

Verlässlichkeit gegenüber den Eltern

Darauf verständigten sich alle Fraktionen einmütig. Martin Gesmann (CDU) erinnerte daran, dass man sich lange mit der Digitalisierung der Schulen und der dafür notwendigen Ausstattung beschäftigt habe. Man müsse verlässlich gegenüber den Eltern sein. Für die CDU stellte er daher den Antrag, dass die notwendigen Gelder für diese freiwillige Leistung im Haushalt berücksichtigt werden. Diesem Antrag konnten sich alle anderen Fraktionen anschließen.

„Investitionen in die Bildung sind extrem wichtig“, betonte Markus Wrobel (FDP) und erinnerte daran, dass man 38.000 Euro für die Ausschilderung einer Fahrradstraße ausgeben wolle. Dieses Geld könne man, wenn notwendig, besser für die iPad-Ausstattung der Schulen einsetzen.

Notwendigkeit steht außer Frage

Schulleiterin Jutta Glanemann kann gut damit leben, dass diese Ausgabe jedes Jahr erneut auf den Prüfstand kommen wird. Sie zeigte sich zufrieden, dass man heute nicht mehr über die Notwendigkeit der digitalen Ausstattung sprechen müsse. Zudem ist der Schulleiterin auch wichtig: „Es wäre ungerecht, wenn der Zugang zu unserer Schule davon abhängt, dass eine Familie sich ein iPad anschaffen kann.“

Für die am Mittwochabend ebenfalls im Ausschuss diskutierte Schulsozialarbeit wird die Gemeinde wie bisher freiwillig rund 65.000 Euro für zwei halbe Stellen einplanen. Eine von den Schulen dringend gewünschte Ausweitung der Schulsozialarbeit erfolgt laut Mehrheitsbeschluss des Ausschusses aber nicht. Dabei hatte der Ausschuss diese in der vorherigen Sitzung noch für sinnvoll erachtet. Angesichts der Berichte, die das Team der Schulsozialarbeit dem Ausschuss damals gegeben hatte, hatte das Gremium selbst von einem höheren Stellenwert für die Schulsozialarbeit gesprochen. Über eine Ausweitung sollte bei den Etatberatungen entschieden werden.

Antrag für eine weitere halbe Stelle für die Schulsozialarbeit

Holger Zbick (SPD) setzte sich für eine weitere halbe Stelle ein. „Wir von der SPD sind der Meinung, wir müssen den Weg weitergehen.“ Und er sah auch die Finanzierung als gesichert. Da in der Verwaltung aktuell eine recht hohe Personalfluktuation herrsche und sicherlich die Stellen nicht alle zeitnah besetzt werden könnten, ergäben sich finanzielle Spielräume bei den Personalkosten. Zustimmung beziehungsweise Interesse am SPD-Vorschlag signalisierten UBG und Grüne. Der SPD-Antrag für eine weitere halbe Stelle für die Schulsozialarbeit wurde allerdings mit sechs Nein-Stimmen von CDU und FDP bei drei Ja-Stimmen und drei Enthaltungen abgelehnt.

Martin Gesmann (CDU) machte deutlich, dass in seiner Fraktion die Meinungen unterschiedlich seien. Man könne froh sein, dass man den Einstieg in die Schulsozialarbeit geschafft habe. Die CDU tendiere dazu, dem Verwaltungsvorschlag zu folgen, also von einer Ausweitung aus finanziellen Gründen zunächst abzusehen. Dieser Auffassung war auch die FDP. Der Verwaltungsvorschlag wurde mit 9:3 Stimmen angenommen.

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