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Tolle Motive zum Innehalten

Nottuln

Ganz früh morgens ist er in der Natur unterwegs: Hobbyfotograf Volker Stanko. Mit seinen stimmungsvollen Naturaufnahmen begeistert er viele Menschen.

Frank Vogel

Solche Begegnungen mit den scheuen Waldbewohnern und so ein Licht hat nur, wer sich zeitig am Morgen auf den Weg macht. Volker Stanko ist ein Frühaufsteher und findet so auch immer wieder tolle Motive. Foto: Volker Stanko

Das Foto zeigt einen Baum an einem Bach, in dessen unbewegter Oberfläche er sich spiegelt. Zwei Schwäne ziehen durch die vom Frühnebel weich gezeichnete ruhige Landschaft. „Für alle, denen in den letzten Wochen die Decke auf den Kopf fällt. Für euch, die in depressiven Gedankenstrudeln keinen Ausweg finden. Für euch alle, die Angst um Angehörige haben und sie mal wieder gern in die Arme nehmen wollen. Für euch ist dieses Foto.“ Das schreibt Volker Stanko dazu. Der Nottulner macht seit vielen Jahren als Hobbyfotograf Naturaufnahmen. Und die kommen in dieser Zeit besonders gut an.

Der heute 46-Jährige ist in Nottuln aufgewachsen, zur Martinusgrundschule gegangen und anschließend zur Geschwister-Scholl-Hauptschule. Zwar hat er am Wilhelm-Emmanuel-von-Ketteler-Berufskolleg in Münster eine Ausbildung zum Baumschulgärtner gemacht, ist nach der Bundeswehr dann aber Kraftfahrer geworden und lenkt heute Busse. Zum Fotografieren ist er früh gekommen. „Von meinem Firmgeld habe ich mir damals meine erste Kamera gekauft“, erinnert sich Volker Stanko. Seitdem sei das Fotografieren sein Hobby, mal mehr, mal weniger. Neben dem Fotografieren selbst tauscht er sich in Internetforen mit anderen Fotografen und Fotobegeisterten aus, holt sich Tipps und gibt seine eigenen Erfahrungen weiter.

Dass er sich für das Thema Naturaufnahmen entschieden hat, war dem Nottulner sozusagen in die Wiege gelegt. Vater Wolfgang Stanko ist Mitbegründer und Ehrenvorsitzender des Nottulner Pfadfinderstammes. „Und meine drei Schwestern und ich waren immer mit dabei“, lacht Volker Stanko, der selbst auch eine Zeit lang Stammesvorsitzender war und sich noch heute im Hintergrund für die Pfadis engagiert. Sich in der Natur aufzuhalten, im Freien zu übernachten, durch die Wälder zu pirschen, das ist Familientradition. „Und zum Busfahren ist das ein sehr guter Ausgleich.“

Apropos Busfahren: In seinem Beruf muss Volker Stanko oft früh aufstehen, 4 Uhr morgens, das ist normal. „Ich mache das gerne“, erzählt der Nottulner. Und das tut er auch für seine Fotoaufnahmen. „Ich gehe immer früh raus, da ist das Licht so besonders.“ Und dann trifft der Nottulner auf seinen Streifzügen durch die Baumberge auch auf Waldbewohner, die am helllichten Tage kaum zu sehen sind. Sehr behutsam fotografiert Stanko die Tiere, den Fuchs, der ihm auf einem Waldweg begegnet, oder den Rehbock, der neugierig aus dem Unterholz auftaucht und den menschlichen Besucher lange direkt anschaut, ehe er wieder verschwindet.

Tolle Momente, die Volker Stanko in schönen Bildern festgehalten hat – und zur Begeisterung der Betrachter im Internet teilt.

Eine Bitte hat der Nottulner an alle, die auch gerne in der Natur fotografieren: „Laufen Sie nicht kreuz und quer durch den Wald und scheuchen das Wild auf. Gerade jetzt, wo es viele Jungtiere gibt. Bleiben Sie auf den Wegen. Auch von da aus kann man schöne Fotos machen.“ Volker Stanko beweist es immer wieder.

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