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Freiwillige Feuerwehr der Gemeinde sturmbedingt im Dauereinsatz

Über 30 Einsätze in und um Nottuln

Nottuln

Alle vier Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde waren am Freitag und am Samstag im Sturmeinsatz. Eine erste Bilanz der Feuerwehr.

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Die Freiwillige Feuerwehr der Gemeinde rückte zu mehr als 30 Sturmeinsätzen aus. Meist ging es um umgestürzte Bäume, einmal auch um lose Dachpfannen auf dem Dach der St.-Martinus-Kirche.Im Scheinwerferlicht des Einsatzfahrzeugs gut zu erkennen ist dieser umgestürzte Baum, der einen Weg versperrt. Foto: Feuerwehr Nottuln

Das Sturmtief „Zeynep“ ist mit Macht über das Münsterland hinweggefegt und hat auch der Freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde Nottuln viele Einsatzstunden beschert. In einer ersten Bilanz sprach Tobias Plogmaker, Sprecher der Feuerwehr, von mehr als 30 Einsätzen in und rund um Nottuln. Alle Feuerwehrleute blieben aufgrund der besonnenen Vorgehensweise unverletzt.

Der Einsatzreigen startete am Freitag um 15.30 Uhr. Von da an war die Feuerwehr Nottuln bis Mitternacht im Dauereinsatz. Am Samstag folgten dann immer wieder vereinzelt weitere Alarmierungen. „Bei so einer Wetterlage ist extreme Vorsicht geboten, um die eingesetzten Kameraden nicht zu gefährden“, erklärte Pressesprecher Tobias Plogmaker das umsichtige Vorgehen.

Der Löschzug Nottuln sicherte mit der Drehleiter an der St.-Martinus-Kirche Kirche in rund 25 Meter Höhe lose Dachziegel. Foto: Feuerwehr Nottuln

Die Feuerwehrleute räumten mehrere umgestürzte Bäume von den Straßen und entfernten abgebrochene Äste aus Baumkronen. Auch herabfallende Dachpfannen beschäftigten die Einsatzkräfte, ferner wurden Terrassenüberdachungen aus Doppelstegplatten gesichert und losgerissene Platten demontiert sowie eine Kaminhaube entfernt.

Wehrleiter Udo Henke erinnert daran: „Wir sind keine Landschaftsgärtner, nicht dafür zuständig, in Privatgärten noch stehende Bäume zu beschneiden. Wir müssen unseren Fokus auf die Gefahrenabwehr legen.“

So musste der Löschzug Nottuln insgesamt an zwölf Einsatzstellen aktiv werden und unter anderem mit der Drehleiter an der St.-Martinus-Kirche in rund 25 Metern Höhe auf einer Fläche von etwa 1,5 Quadratmetern lose Dachziegel sichern.

Die Löschgruppe Schapdetten rückte zu drei Sturmeinsätzen mit umgestürzten Bäumen aus. Der Löschzug Appelhülsen wurde elf Mal sturmbedingt alarmiert, darunter waren drei reine Drehleiter-Einsätze außerhalb des Ortes, berichtet Löschzugführer Patrick Castelle.

In Darup waren an mehr als zehn Einsatzstellen Bäume wegzusägen und Straßen freizuräumen. Foto: Feuerwehr Nottuln

In Darup waren durch die Feuerwehr an mehr als zehn Einsatzstellen Bäume wegzusägen und Straßen freizuräumen sowie umgestürzte Telefonmasten und -Leitungen zu beseitigen. Eine Einsatzstelle musste Einsatzleiter Tobias Plogmaker vorsorglich vom Ordnungsamt und Bauhof absperren lassen, da es für die Feuerwehrkräfte bei der angespannten Windlange zu gefährlich war, dort aktiv zu werden. Die Anwohner konnten in der Nacht dadurch nicht in ihr Haus.

Auch am Montag (21. Februar) müssen die Menschen im ganzen Münsterland mit starken Sturmböen und kräftigen Regenfällen rechnen. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes rückt das Sturmtief „Antonia“ heran.

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