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„Initiative Deutschstunde“ bietet Unterricht für Flüchtlinge an

Überwältigende Resonanz

Nottuln

Sie kommen aus unterschiedlichen Ländern, unter anderem aus der Ukraine, aus Syrien, Bangladesch, Mongolei und dem Iran. Doch die Frauen und Männer, die sich im Nottulner Pfarrheim treffen, haben einen gemeinsamen Wunsch: Sie möchten die deutsche Sprache lernen. Die Initiative Deutschstunde hilft ihnen dabei.

Von und

Das Angebot der „Initiative Deutschstunde“, Deutschunterricht für geflüchtete Menschen zu geben, stieß auf sehr große Resonanz. Insgesamt wurden drei Gruppen gebildet. Foto: Gemeinde Nottuln

Die Resonanz war überwältigend. Als vor einigen Tagen das erste Treffen für den Deutsch-Kurs der Nottulner „Initiative Deutschstunde“ im katholischen Pfarrheim an der Heriburgstraße stattfand, hatten sich im Nu über 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zusammengefunden, die den Seminarraum im Obergeschoss aus allen Nähten platzen ließen. Das berichtet die Gemeinde in einer Pressemitteilung.

Bei den Lehrerinnen Margot Ortbach, Mathilde Strusinna, Angelika Schmitz und Jutta Hüppe-Purcell war die Überraschung riesig: „Mit einem so großen Interesse hatten wir nicht gerechnet.“

Die Lösung war indes schnell gefunden: Die Teilnehmenden, die unter anderem aus der Ukraine, Syrien, Bangladesch, der Mongolei und dem Iran stammen, werden auf drei Gruppen aufgeteilt. Der Unterricht findet künftig immer dienstag- und donnerstagvormittags statt.

Kurse sind offen für alle

„Der Kurs ist offen für alle. Die einzige Voraussetzung ist, dass die Teilnehmenden mit dem deutschen Alphabet vertraut sind“, erklärt Gleichstellungsbeauftragte Vanessa Kalkhoff, die bei der Gemeinde auch für die Ehrenamtskoordination zuständig ist, und mit dazu beitrug, den Deutschunterricht für die geflüchteten Menschen auf die Beine zu stellen.

Noch mehr Schülerinnen und Schüler könnten im Augenblick nicht aufgenommen werden, machen Kalkhoff und die „Initiative Deutschstunde“ deutlich. Stattfinden sollen die Unterrichtseinheiten solange wie die erwachsenen Schülerinnen und Schüler möchten.

Eine neue Sprache – eine neue Heimat

Doch ohne das Erlernte zu Hause üben zu können, funktioniert auch der beste Unterricht nur halb so gut. Und deshalb, so heißt es weiter, werde das Lehrerinnen-Team den Kursteilnehmenden zusätzliche Lernmöglichkeiten für das Selbststudium an die Hand geben. „Damit sich die geflüchteten Menschen möglichst schnell in der neuen Heimat und in der neuen Sprache zurechtzufinden.“

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