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Weiterführende Schulen

UBG will noch einmal reden

Nottuln

Haben Politik und Verwaltung die Sanierung der weiterführenden Schulen aus dem Blick verloren? Die UBG befürchtet es und will intervenieren.

wn

Die Liebfrauenschule (unser Bild) und das Rupert-Neudeck-Gymnasium müssen saniert werden. Die UBG fürchtet, dass die Vorhaben dem Sparzwang zum Opfer fallen. Foto: Frank Vogel

Die UBG wird beantragen, das Thema „Sanierung der weiterführenden Schulen“ auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am 23. März (Dienstag) zu setzen – vor der Verabschiedung des Haushalts. Dazu schreibt sie in einer Pressemitteilung:

„Die Anmeldezahlen für die weiterführenden Schulen sind sehr erfreulich. Das Rupert-Neudeck-Gymnasium (RNG) wird dreizügig beginnen. Die Sekundarschule muss 16 Kinder abweisen, da sie bekanntlich nur dreizügig geführt wird. Um diesen Missstand zu beheben, hat die UBG zusammen mit den Schülern, Eltern und Lehrern bereits im vergangenen Jahr für den Erhalt der Vierzügigkeit gekämpft. Leider vergebens. Wenn man sieht, dass die Geburtenraten glücklicherweise weiterhin ansteigen, kann man sich vorstellen, dass in einigen Jahren bei den geburtenstarken Jahrgängen leider noch viel mehr Kinder nicht vor Ort beschult werden können. Dabei sagen doch alle Politiker und die Verwaltung, dass die Ausbildung der Kinder ihr vorrangiges Ziel sei. Doch wenn es Geld kostet, dann sind leider nur Lippenbekenntnisse in Wahlkampfzeiten das Maß aller Dinge.“ „Warum wird immer zuerst an den Kindern und der Bildung gespart?“, fragt Jutta Tiefenbach als Vertreterin der UBG im Sozialausschuss.

Fraktionsvize Waldemar Bogus ergänzt: „Warum sind keine Gelder für den Umbau des Gymnasiums in den Haushalt 2021 und die Folgejahre eingestellt worden? Dabei wurde in gemeinsamen Sitzungen des Sozial- und Bauausschusses im August der Umbau vorgestellt und mit viel Beifall begrüßt.“

Hierzu heiße es in der Niederschrift unter anderem, dass „die reinen Sanierungskosten bei rund 3 Mio. Euro und die Kosten für die vorgeschlagenen Änderungen laut vorgestelltem Konzept bei insgesamt rund 6,8 Mio. Euro liegen.“ Und weiter: „Als Zielschiene für die Gesamtumsetzung sind grundsätzlich zehn Jahre angestrebt. Die Verankerung im Haushalt erfolgt über die Priorisierungsliste. Eine Zusicherung der finanziellen Mittel der Verwaltung kann über einen solchen Zeitraum seriös nicht erfolgen.“

Anschließend, so die UBG, haben die Fachausschüsse dem Rat empfohlen, „durch die Erteilung eines entsprechenden Auftrags an ein Planungsbüro, das neue pädagogische Konzept für den Pavillon 8/9, unter Berücksichtigung der anstehenden Sanierungsmaßnahmen, zu konkretisieren“. Am 8. September sei der Rat diesem Empfehlungsbeschluss einstimmig gefolgt.

Im November dann hätten Bistum und Gemeinde eine Vereinbarung getroffen, wonach eine vierzügige Sekundarschule in Kooperation mit dem Gymnasium möglich sein soll. Voraussetzung sei die gemeinsame Nutzung von Räumen des RNG (Naturwissenschaften, Sporthalle). „Wird das vorangetrieben, um die Kinder vor Ort zu beschulen?“, fragt die UBG.

In den Haushalt seien nun keine ausreichenden Gelder für RNG und Sekundarschule eingestellt worden, kritisiert die Fraktion. „Jetzt zeigt sich die Diskrepanz zwischen Ansprüchen in Wahlkampfzeiten und der Realität“, so Fraktionsvorsitzender Jan Van de Vyle. „Die Entwicklung war mehr als absehbar, da die entsprechenden Prognosen zur finanziellen Situation der Gemeinde Nottuln von der Verwaltung seit mehr als fünf Jahren genau das voraussagten.“

Van de Vyle erinnert an „Plakatslogans der Mitbewerber“ wie „Beste Schulen für unsere Kinder“ oder „Wir gestalten Zukunft“. „Wer aber solche Äußerungen von sich gibt, muss auch bereit sein, im Haupt- und Finanzausschuss am 23. März noch vor Verabschiedung des Haushaltsentwurfs für 2021 über die Sanierung der beiden weiterführenden Schulen ernsthaft zu diskutieren und entsprechende Beschlüsse zu fassen. Und muss dann auch bereit sein, andere Projekte zu streichen, denn allen Beteiligten ist klar, dass auch 2022 und 2023 die finanziellen Mittel der Gemeinde nicht ausreichen.“

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