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Karnevalsgesellschaft Nottuln geht in ihre 66. Session

„Unbeschreiblich schöne Erfahrung“

Nottuln

Vivien Heitmann ist 29 Jahre alt, ihr Vorgänger Wolfgang Müller 68. Bei der Karnevalsgesellschaft Nottuln hat sich ein Generationenwechsel vollzogen. Und in der nächsten Session wird besonders gefeiert.

Von Ludger Warnke

An der Spitze der Karnevalsgesellschaft Nottuln ist der Generationenwechsel eingeläutet: Vorsitzende Vivien Heitmann (29) mit ihrem Vorgänger Wolfgang Müller (68). Foto: Ludger Warnke

Ein Leben ohne die Karnevalsgesellschaft Nottuln? Schwer vorstellbar bei diesem Werdegang: als Kind bei den Hummelbienchen, später sogar Karnevalsprinzessin, heute Vorsitzende: Vivien Heitmann, gerade mal 29 Jahre alt, ist seit 22 Jahren in der KG aktiv. „Es ist das Miteinander im Verein, das Familiäre, das mir schon als Kind bei den Hummelbienchen gefallen hat“, erzählt sie von ihrer Begeisterung. Es ist natürlich auch die Freude am Karneval. Und es ist das schöne Gefühl, wenn lachende, ja glückliche Gesichter der Lohn sind für viele Stunden der Vorbereitung.

„Es ist gut für den Verein, wenn jetzt die jungen Leute die Verantwortung übernehmen“, sagt Wolfgang Müller, der sein Amt als KG-Vorsitzender mit Herzblut ausgeübt hat. Der 68-Jährige, seit 28 Jahren in der KG aktiv, machte vor einem Jahr den Weg frei für seine Nachfolgerin und will nun vor allem unterstützend tätig werden.

„Es ist gut für den Verein, wenn jetzt junge Leute die Verantwortung übernehmen.“ (Wolfgang Müller)

Ein Engagement, das die KG gut gebrauchen kann. Geht es doch darum, nach zwei Pandemiejahren und im Angesicht eines Krieges in der Ukraine den Karneval in der Gemeinde wieder lebendig werden zu lassen. Bei all den vielen negativen Nachrichten in dieser Welt sei es wichtig, auch mal Freude und Frohsinn zu genießen und daraus Mut und Zuversicht zu schöpfen, machen Heitmann und Müller im gemeinsamen WN-Gespräch deutlich.

Mut machen dabei zum Beispiel auch die eigenen rund 160 Mitglieder. Sie haben in der Corona-Pandemie dem Verein die Treue gehalten, auch wenn manche gewohnte Veranstaltung nicht stattfinden konnte. Eine besondere Rolle spielen dabei die drei Tanzgarden Hummelbienchen, Steversterne und Figaros. Die insgesamt rund 70 Tänzerinnen sind dass Aushängeschild des Vereins. Das Interesse an den Garden, besonders an den Hummelbienchen, ist riesig. „Vor allem durch Mundpropaganda erhalten wir immer wieder Anfragen“, erzählt Vivien Heitmann.

Garden sind weiterhin das Aushängeschild

Die Vorbereitungen für die neue Session haben jedenfalls begonnen, denn sie wird eine besondere: „Wir gehen in unsere 66. Session und der Karnevalsauftakt findet am 11.11.22 statt. Mehr Schnapszahlen geht nicht“, lacht die Vorsitzende. Schon fest im Kalender eingeplant sind daher der KG-Vortanztermin am 30. Oktober (Sonntag) im Forum, der Kinderkarneval und die Karnevalsrevue am 11. Februar 2023 (Samstag) in der Mehrzweckhalle sowie am 12. Februar (Sonntag) der Karneval der Begegnung.

„Doch ganz besonders liegt uns der nächste Rosenmontagszug am 20. Februar am Herzen“, erzählt Vivien Heitmann. Gerade im 66. Jahr des Vereinsbestehens soll er „schöner, länger und attraktiver werden“. Mitmachen kann jeder – als Einzelperson, in einer Fußgruppe oder auch auf einem Wagen. Die Karnevalsgesellschaft möchte vor allem Schulklassen, Kitas, Familien, Nachbarschaften sowie Vereine und Clubs ermutigen, am Rosenmontagszug teilzunehmen. „Dabei zu sein ist eine unbeschreiblich schöne Erfahrung. Wenn man im Zug mitläuft und im Dorfkern mitten durch fröhlich feiernde Menschen zieht, das ist ein besonderer ‚Kick‘, den man nie vergisst und den jeder mal erlebt haben sollte“, erzählen Vivien Heitmann und Wolfgang Müller.

Besonderer Rosenmontagszug geplant

Damit der kleine, aber hoffentlich wachsende Rosenmontagszug weiter familienfreundlich ein paar fröhliche Stunden beschert, hofft die KG auf zahlreiche Teilnehmer. Anmeldungen für die Teilnahme können ab sofort bis zum 1. Dezember per Mail erfolgen (inka.prochnow@gmail.com). Natürlich steht die KG bei Fragen zur Teilnahme gerne helfend zur Seite. Schon fest terminiert ist das erste Treffen der Rosenmontagszugteilnehmer. Es soll am 19. Januar (Donnerstag) in der Ratsschänke Böcker-Menke stattfinden.

Für Vivien Heitmann ist klar: „Auch in schweren Zeiten dürfen wir das Positive nicht vergessen und wegdrängen.“

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