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Baumberg: Anwohner möchten Tempolimit

Unmut über Autos und Motorräder

Nottuln

Die Kreisstraße 19 ist nicht erst seit der Corona-Pandemie ein Magnet für den Freizeitverkehr. Die Anliegerinnen und Anlieger sind davon alles andere als begeistert. Und haben Vorschläge zur Verbesserung.

Daniel Krüger von den Gemeindewerken Nottuln, Georg Deitert, Sara Vieth und Peter Tünsmann von der Baumberger Nachbarschaft und Bürgermeister Dr. Dietmar Thönnes (v.l.) trafen sich jetzt zu einem Ortstermin auf dem Baumberg. Der Baumberger Nachbarschaft ist das hohe Verkehrs-aufkommen auf der Kreisstraße 19 ein Dorn im Auge. Sie wünscht sich eine Temporeduzierung. Foto: Gemeinde Nottuln

Der Freizeitverkehr ist gerade an den Wochenenden auf der Kreisstraße 19 (Baumberg), die vom Marienhof bis hinunter zum Gut Holtmann längs über den Baumbergerücken führt, enorm. Und zur Zeit der Corona-Pandemie hat dieser Ausflugsverkehr mit den Zielen Longinusturm und dem Baumberge-Wandergebiet noch einmal zugelegt. Das haben auch die Anliegerinnen und Anlieger der Straße zu spüren bekommen. Sie wünschen sich deshalb eine bessere Regulierung der Fahrzeugströme und eine Reduzierung des Lärms.

In der vergangenen Woche haben sich Sara Vieth, Georg Deitert und Peter Tünsmann von der Baumberger Nachbarschaft zusammen mit Sonja Frieling von der Straßenverkehrsbehörde des Kreises Coesfeld, Polizeioberkommissarin Dorothea Geng von der Kreispolizeibehörde, Daniel Krüger von den Gemeindewerken und Bürgermeister Dr. Dietmar Thönnes zu einem Ortstermin, berichtet die Gemeinde in einer Pressemitteilung.

Gemeinsam loteten sie die Möglichkeiten aus, um den Freizeitverkehr vor allem an den Wochenenden besser in den Griff zu bekommen und so den Anwohnerinnen und Anwohnern der Straße das Leben ein wenig zu erleichtern. Hinzu kommen die oft vollkommen zugeparkten Seitenstreifen und die manchmal waghalsigen Parkmanöver der Kraftfahrzeugführer, die der Baumberger Nachbarschaft ein Dorn im Auge sind.

Die Anwohnerinnen und Anwohner der K19 können sich vorstellen, dass mit einer Geschwindigkeitsreduzierung bereits viel gewonnen ist und machten den Vorschlag, gerade in den Kurven der K18 die Geschwindigkeit auf 50 Kilometer in der Stunde zu begrenzen und darüber hinaus die Gerade auf 70 km/h. Dann sei der Lärm, den die Fahrzeuge verursachen, bereits deutlich geringer, argumentierten Sara Vieth, Peter Tünsmann und Georg Deitert.

Ob diese Möglichkeit tatsächlich in Betracht kommt, werde die Straßenverkehrsbehörde zusammen mit dem Straßenbaulastträger prüfen, erklärte Sonja Frieling vom Kreis Coesfeld. Verkehrsmessungen, die der Kreis durchführen wird, sollen dazu erste Aufschlüsse liefern, so die Gemeinde in ihrer Pressemitteilung.

Der Verkehrsdienst der Kreispolizeibehörde misst mittels mobiler Radargeräte zwar in unregelmäßigen Abständen an der betreffenden Örtlichkeit. Da es sich bei der K19 aber um keinen Unfallschwerpunkt handele, sei hier auch kein Messschwerpunkt, machte Polizeioberkommissarin Dorothea Geng deutlich. Sollten bei den anstehenden Verkehrsmessungen Auffälligkeiten festgestellt werden, könnte sich dieses ändern, so Geng.

Um den Lärm, den gerade die Motorräder verursachen, besser in den Griff zu bekommen, möchte die Baumberger Nachbarschaft zusammen mit der Polizei eine Aktion starten, bei der mit Bannern für mehr Rücksicht beim Befahren der Kreisstraße geworben werden soll. Gleichzeitig geht es den Vertretern der Baumberger Nachbarschaft auch um die Sicherheit der Schulkinder, da an der Kreisstraße verschiedene Schulbushaltestellen liegen.

Ebenfalls ein Thema beim Ortstermin war der Bau eines Radweges, der an der Kreisstraße entstehen soll. Da der Bau im Augenblick nicht auf der Prioritätenliste des Kreises steht, machte Bürgermeister Thönnes den Vorschlag, dass die Baumberger Nachbarschaft zunächst mit den Anliegern der Straße spricht, ob diese sich vorstellen können, entsprechende Streifen ihrer Grundstücke für den Bau des Radweges zur Verfügung zu stellen. „Signalisieren die Grundstücksbesitzer die Bereitschaft, einen Teil ihrer Grundstücke an den Kreis für den Radwegebau zu verkaufen, könnte diese Strecke auf die Prioritätenliste kommen“, verwies der Bürgermeister auf das Gladbecker Modell, mit dem es den Anwohnern der gleichnamigen Daruper Bauerschaft gelungen ist, dort den Radwegebau voranzutreiben.

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