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25 Jahre Hospizbewegung

Unterhaltsam, fröhlich, berührend

Nottuln

Einen abwechslungsreichen Benefizabend veranstaltete die Hospizbewegung Nottuln am Wochenende aus Anlass ihres 25-jähriges Bestehens. Knapp drei Stunden Programm wurden im Forum geboten.

Von Marita Strothe

Schauspieler und Sprecher Christoph Tiemann sowie Musiker Jakob Reinhardt vom Theater ex libris hatten das Märchen „Der selbstsüchtige Riese“ mitgebracht und berührten damit die Zuhörerinnen und Zuhörer. Kleines Bild links: Vorsitzende Dagmar Exner-Kasnitz (l.) ehrte Koordinatorin Mona Letterhaus als „Frau der ersten Stunde“. Kleines Bild rechts: Elena Handel begeisterte mit ihrer Sandmalerei. Foto: Marita Strothe

„Bist du glücklich“, sangen am Samstagabend schwungvoll die Steverlerchen als erste Akteure auf der Bühne im Forum des Rupert-Neudeck-Gymnasiums. Die jungen Sängerinnen und Sänger begeisterten mit ihrem Auftritt die Gäste des Benefizabends, mit dem die Hospizbewegung Nottuln ihr 25-jähriges Bestehen feierte, und trafen mit ihren Liedern die Stimmung des Abends. „Wer sich selbst, wer Zeit verschenkt, der wird auch selbst beschenkt“, unterstrich Chorleiterin Kerstin Riegelmeyer.

In den Umbaupausen lasen die Koordinatorinnen Mona Letterhaus und Tomke Weymann kurze Geschichten zum Schmunzeln und Nachdenken vor. Humorvoll führte Peter Amadeus Schneider durch das gut dreistündige Pogramm. So wusste er: „Mit dem Visum hat‘s geklappt“, als er nach dem Kinderchor die Tanzgruppe „Alle­gria“ ankündigte. Die jungen Damen des Showteams der SG Coesfeld 06 beeindruckten mit ihren Tänzen das Publikum.

Der traurigste und gleichzeitig schönste Text

Anschließend gehörte die Bühne Schauspieler Christoph Tiemann sowie Musiker Jakob Reinhardt vom Theater ex libris. Mit dem Märchen „Der selbstsüchtige Riese“ von Oscar Wilde bewegten sie die Zuhörer. Mitgebracht hatten sie auch den „Beerdigungs-Blues“ von Schriftsteller Wystan Hugh Auden. „Für mich einer der traurigsten und schönsten Texte, die ich je gelesen habe“, sagte Christoph Tiemann, der zuerst den Text in Deutsch vortrug, ehe Reinhardt das englische Original sang. Mit „russischen Chansons“ verabschiedete sich schließlich das Duo. Für die folgende Pause hatten die Hospizbewegung und Nottulner Firmen in der Mensa ein leckeres Fingerfood-Buffet zusammengestellt.

„Potpourri quer durch das Leben“

Anschließend ging es mit einem „Potpourri quer durch das Leben“ weiter. Sängerin Bea Nyga am Keyboard, unterstützt von Ingo Stolte mit der Gitarre, animierte zum Mitmachen. Da sangen unter anderem die Damen „La, la, la . . .“ und die Herren agierten dazu als „Flamenco-Klatscher“. Sie sehe sich als Nachfolgerin der Fischerchöre, erklärte Nyga lächelnd und alle Gäste ließen sich gut gelaunt von ihr mitreißen. Selbst ihr Abschiedslied „Das Testament“, das vom Sterben handelt, ließ die Zuhörer schmunzeln.

Als „Hospizfee mit Jutesack“ hieß Moderator Schneider danach Vorsitzende Dagmar Exner-Kasnitz willkommen, und Heidi Langer übernahm die Ziehung des Gewinners einer Rikscha-Fahrt. Die Glücksfeen freuten sich, den Preis an Bernhard Schöppner vergeben zu können.

Beeindruckende Sandmalerei

Beeindruckende Bilder gestaltete zum Schluss Sandmalerin Elena Handel. Das Leben in seiner ganzen Fülle und auch als ganzer Lebenskreis streute und wischte die Malerin mit Sand auf die Glasplatte. Von dort wurden die sich wandelnden Bilder gut für alle sichtbar auf die Leinwand projiziert, musikalisch von der Filmmusik „Und im ewigen Kreis dreht sich unser Leben“ aus „König der Löwen“ untermalt. „Das Leben feiern immer wieder neu“, schrieb Handel am Ende mit der Jubiläumszahl und dem Logo der Hospizbewegung Nottuln in den Sand.

Herzlich dankte Exner-Kasnitz allen Beteiligten, Helfern, Künstlern, Sponsoren und Gästen für den rundum gelungenen Abend. Ein besonders Dankeschön überreichte sie Mona Letterhaus, der „Frau der ersten Stunde, ohne die es unseren Verein nicht gäbe“.

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