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Justiz

Untreue-Verhandlung geplatzt

Nottuln/Coesfeld

Das Untreue-Verfahren gegen einen früheren Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung Nottuln zieht sich in die Länge. Der erste Verhandlungstermin wurde bereits nach wenigen Minuten beendet.

Ludger Warnke

Der Eingang zum Amtsgericht Coesfeld.  Foto: Dieter Klein

Nur wenige Minuten nach Eröffnung der Sitzung war auch schon wieder Schluss: Die für Donnerstag angesetzte Verhandlung beim Amtsgericht Coesfeld gegen einen früheren Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung Nottuln, dem Untreue vorgeworfen wird (wir berichteten), konnte nicht durchgeführt werden, weil der Angeklagte nicht anwesend war.

Sein Mandant sei erkrankt, sagte der Verteidiger und legte dem Richter ein ärztliches Attest vor. Daher blieb dem Gericht nichts anderes übrig, als die Sitzung wieder zu beenden. Nun soll die Verhandlung im nächsten Jahr stattfinden.

Die Verteidigung nutzte das Zusammentreffen mit dem Richter, um – nicht zum ersten Mal – für ein Strafbefehlsverfahren in dieser Angelegenheit zu werben. Der Hintergrund: Alternativ zu öffentlichen Gerichtsverhandlungen kann bei kleineren Vergehen, zum Beispiel ein Verkehrsdelikt, ein solches Verfahren angewendet werden. Es erspart dem Beschuldigten die öffentliche Verhandlung, das Strafmaß besteht häufig aus einer Geldbuße oder einer Freiheitsstrafe von maximal einem Jahr, die zur Bewährung ausgesetzt wird.

Der Richter machte aber deutlich, dass angesichts des öffentlichen Interesses an dem Fall und des möglichen Strafmaßes die Voraussetzungen für ein Strafbefehlsverfahren nicht gegeben seien.

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