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Ausstellung mit Werken der Kinder-Kunst-Garage begeistert

Urlaubschätze werden Kunstwerke

Nottuln

Kunstwerke aus ungewöhnlichen Materialien sind in Ferien-Wortshops in der Kinder-Kunst-Garage in Nottuln entstanden. Die Ergebnisse des kreativen Schaffens wurden in einer Ausstellung präsentiert.

-str-

Bürgermeister Dr. Dietmar Thönnes hatte sich über die fantasievolle Einladung von Katja Enseling zur Ausstellungseröffnung gefreut und sich von allen Kleinigkeiten im Stofftäschchen zu Antworten auf die Frage „Was ist Kunst?“ inspirieren lassen. Foto: Marita Strothe

„Die sieht ja toll aus!“ – Einhellig begeisterten sich am Wochenende die Besucherinnen und Besucher der Kinder-Kunst-Garage für die große Spinne, die mitten im Ausstellungsraum thronte. Zum zweiten Mal seien in ihrem Atelier in einem Ferienangebot Kunstwerke aus ungewöhnlichen Materialien entstanden, so Künstlerin Katja Enseling. „Die ganze Garage ist gut bestückt, aber die Zuhause der Kinder noch besser.“

40 Kinder voller Schaffensfreude

Gut 40 Kinder hatten mit viel Schaffensfreude das von der Gemeinde geförderte Projekt genutzt und in der vergangenen Woche an verschiedenen Kreativ-Workshops teilgenommen. „Sogar ein Kind aus Texas war dabei“, wusste Enseling. „Das war hier bei seiner Oma zu Besuch.“

Gestaltet wurde mit gespendeten Materialien und Dingen, die sonst im Müll landen würden. So entstand die Spinne aus einem alten Kronleuchter. Aus einer ausrangierten Tischdecke wurde im „Farbrausch“ ein außergewöhnliches Wandbild.

Auch ihre Urlaubsschätze wie Muscheln und andere Strandfunde hatten einige junge Künstlerinnen und Künstler mitgebracht und daraus Trauminseln geschaffen. Aber nicht nur für das eigene Heim hatten die Kinder beeindruckende Kunstwerke gefertigt. „Sie wollten mit Kunst etwas Gutes tun“, erklärte Katja Enseling, dass es deshalb einige Werke „zum Adoptieren“ ausgestellt seien. Diese konnten gegen eine Spende, mit der der Verein „Ein Lächeln für Togo“ unterstützt werden wird, mitgenommen werden.

Bürgermeister bei der Eröffnung zu Gast

Ehe sich Samstagnachmittag auch Bürgermeister Dr. Dietmar Thönnes auf die Suche nach seinem Lieblingskunstwerk machte, beantwortete er der Künstlerin gerne die zwei Fragen, die die Kinder ihm durch sie übermitteln ließen. So erfuhren die Zuhörer, dass Grün seine Lieblingsfarbe sei. Und: „Oh ja, das hätte ich gerne“, erwiderte der Bürgermeister „aus tiefsten Herzen“ auf die Erkundigung, ob er auch gerne beim Projekt mitgemacht hätte.

Zuvor habe ihm schon die Einladung ganz besonders gefallen, berichtete er den Ausstellungsgästen. Und diese in Form einer kleinen gefüllten Stofftasche hatte er mitgebracht. Von den Kleinigkeiten darin hatte er sich anregen lassen, die Frage, „Was ist Kunst?“ zu beantworten. „Das was mir entgegen schwebt, ist diese Feder“, demonstrierte er, mit welcher Leichtigkeit Kunst berühren könne. Ein Diarahmen ohne Bild zum „Blick auf die Kunst“ und ein glitzernder Lamettafaden, „Kunst hat auch etwas Glamouröses“, sowie weitere interessante Kleinigkeiten holte Thönnes aus der überraschenden Tasche.

Lust auf mehr Upcycling

Ausstellungsbesucher, die angesichts der fantasievollen Kunstwerke weiter Lust auf Upcycling hatten, konnten sich zum guten Schluss aus den übriggebliebenden gespendeten Bastelmaterialien bedienen. Da griff manch kleiner oder auch großer Nottulner Bürger gerne zu.

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