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Kirche und Gesellschaft

Vielfalt der Liebe anerkennen

Nottuln

Der eine ist Pfarrdechant, der andere betroffener Christ. Beiden gemein ist: Sie wollen nicht schweigen. Norbert Caßens und Dietmar Thönnes finden klare Worte zur Entscheidung „Kein Segen für homosexuelle Paare“.

Ludger Warnke

Fototermin an einem der Stützpfeiler der St.-Martinus-Kirche: Dr. Dietmar Thönnes (l.) und Pfarrdechant Norbert Caßens kritisieren die Entscheidung der Glaubenskongregation, wonach die Katholische Kirche homosexuelle Paare nicht segnen darf. Foto: Ludger Warnke

Es ist die Zeit für eine klare und auch öffentliche Positionierung. „Es ist die Stunde der Wahrheit“, betont Pfarrdechant Norbert Caßens und weiß sich einig mit Dr. Dietmar Thönnes. Was beide innerlich zutiefst bewegt und weshalb sie nicht schweigen möchten, ist das in dieser Woche bekannt gewordene Nein der Katholischen Glaubenskongregation zur Segnung homosexueller Paare. „Einen Segen zu verweigern, das berührt den Kern meines Glaubens“, sagt Norbert Caßens, der „entsetzt und verärgert“ über seine Kirche ist. „Ich nehme hier Stellung in meiner Rolle als Pfarrdechant“, sagt der Seelsorger im WN-Gespräch. Und Dietmar Thönnes stellt klar: „Ich spreche hier nicht als Bürgermeister, sondern als der Mensch Dietmar Thönnes, als engagiertes Mitglied der Kirche, das sich in dieser Gemeinde gut aufgehoben fühlt, aber nicht mehr in der Kirche.“

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