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Lokale Wirtschaft

Vierter Markt kommt nach Nottuln

Nottuln

Der Einzelhandelsbereich entwickelt sich bei der Raiffeisen Steverland eG besonders gut. Nun plant die Genossenschaft, einen vierten Raiffeisenmarkt schon bald in Nottuln zu eröffnen.

Helena Wilmer

Vorstand und Aufsichtsrat der Raiffeisen Steverland führen die Genossenschaft durch ein schwieriges Marktumfeld. Vorstandsvorsitzender Werner Schulze Esking (5.v.l.) schied nach neun Jahren aus diesem Amt aus. Er erhielt für seine Verdienste die Raiffeisen-Ehrennadel in Silber. Foto: Helena Wilmer

Auf ein eher durchwachsenes Geschäftsjahr 2018 blickten die Raiffeisen Steverland eG und ihre 787 Mitglieder am Dienstagabend während der Generalversammlung im Raiffeisen-Betriebsgebäude in Nottuln. „Das Jahr 2018 war geprägt durch einen sehr heißen Sommer. Die lange Dürreperiode hat die Landwirtschaft und auch uns im Agrarhandel vor enorme Herausforderungen gestellt“, erklärten Michael Grewe und Benedikt Middendorf, Geschäftsführer der Steverland. So musste die Genossenschaft von 2017 zu 2018 einen leichten Umsatzrückgang von 74,6 Millionen auf 72,5 Millionen Euro hinnehmen. Trotzdem ergab sich ein Jahresüberschuss von 212 000 Euro. Ein großer Teil davon fließt in die Rücklagen. 42 000 Euro zahlt die Genossenschaft als Warenrückvergütung und gewährt zusätzlich eine Dividende von zwei Prozent.

Zuwachs verbuchte auch 2018 insbesondere wieder der Einzelhandel. Deshalb soll nun auch der vierte Raiffeisenmarkt – nach den Standorten in Senden, Havixbeck und Dülmen – in Nottuln verwirklicht werden. Bereits seit zweieinhalb Jahren ist dieser in Planung, doch das Baurecht blieb bisher ungeklärt. Nun hoffen die Geschäftsführer aber, dass sich dieses Problem in den nächsten Wochen beheben wird und der Markt dann schnell eröffnet werden kann.

Zufrieden mit der Entwicklung ihrer Raiffeisen Steverland, erteilten die Mitglieder Vorstand und Aufsichtsrat einstimmig Entlastung. Auch bei den anstehenden Wahlen setzten die Besucher auf Kontinuität. Die turnusmäßig zur Wahl stehenden Aufsichtsratsmitglieder Clemens Freiherr von Twickel und Ludger Hidding wurden einstimmig wiedergewählt.

Nach neun Jahren als Vorstandsvorsitzender stand Werner Schulze Esking aus Billerbeck satzungsgemäß nicht mehr weiter für dieses Amt zur Verfügung. „Auch wenn der genossenschaftliche Funke bei Werner sicherlich erst spät gezündet wurde, brennt das Feuer jetzt umso heller. In der Zeit des Umbruchs brachte er Stabilität in die Genossenschaft und ohne ihn würden wir jetzt sicherlich nicht da stehen, wo wir momentan sind“, dankte Aufsichtsratsvorsitzender Johannes Schulze Höping.

Dr. Christian Degenhardt, Geschäftsführer vom Raiffeisenverband Westfalen-Lippe e.V., schloss sich den Worten von Johannes Schulze Höping an und überreichte Werner Schulze Esking die Ehrennadel in Silber mit den Worten: „Manche Menschen schaffen in neun Jahren eben mehr als andere in 25 Jahren.“

Für Werner Schulze Esking wechselt Stefan Schulze Frenking aus dem Aufsichtsrat in den Vorstand.

Zum Abschluss der Generalversammlung beschäftigte sich Dr. Dirk Köckler, Vorstandsvorsitzender der Agravis Raiffeisen AG, in seinem Vortrag mit den Fragen: Muss sich die Landwirtschaft dauerhaft auf Wetterextreme wie Trockenheit und Hitze einstellen? Und was bedeuten die Herausforderungen des Klimawandels und der Digitalisierung für die landwirtschaftlichen Familienbetriebe und für die Genossenschaften?

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