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Carsharing in Appelhülsen schließt

Vom Leuchtturm zum Sorgenkind

Appelhülsen

Der Betrieb der Carsharing-Station „Frenki“ in Appelhülsen lässt sich nicht länger fortführen. Nach fünf Jahren wird das einstige Leuchtturmprojekt beendet.

Seit September 2016 bietet das münstersche Unternehmen Stadtteilauto in Appelhülsen einen Carsharing-Service an. Nun wird die Station geschlossen. Foto: Johannes Oetz

Mit laut eigenen Angaben „großem Bedauern“ schließt die Stadtteilauto cambio Regio GmbH im Januar die Carsharing-Station in Appelhülsen. Lange Zeit war die Station „Frenki“ eines der Leuchtturmprojekte im ländlichen Raum. Nun muss der Versuch beendet werden, teilt das Unternehmen mit.

„Leider hat sich Frenki in den letzten Wochen und Monaten zu einem unserer Sorgenkinder entwickelt. Das Auto wurde zuletzt kaum noch genutzt, sodass wir die Reißleine ziehen müssen“, bedauert Lennart Topp von Stadtteilauto den Schritt. „Unser Ziel ist es immer, Carsharing im ländlichen Raum zu fördern und zu unterstützen. In diesem Fall ist der weitere Betrieb in Appelhülsen nicht fortführbar.“ Daher zieht sich Stadtteilauto nun nach fünf Jahren zurück.

In den letzten Wochen kaum noch genutzt

Trotz der Schließung blickt das Unternehmen optimistisch in die Zukunft. Im Ortsteil Nottuln wurde gerade das Stationsangebot erweitert. Anstatt zentral am Stiftsplatz gelegen, stehen für die Nutzerinnen und Nutzer nun an zwei Standorten Fahrzeuge zur Verfügung. Ein Stadtteilauto steht am Rhodeplatz zum Teilen bereit, ein weiteres an der Appelhülsener Straße. Um ein weiteres Zeichen für die Verkehrswende zu setzen, verzichtet das Unternehmen außerdem im Januar und Februar auf die Aufnahmegebühr zum Einstieg ins Carsharing für alle Nottulner.

Die Stadtteilauto cambio Regio GmbH ist vor drei Jahren aus der Stadtteilauto Carsharing Münster GmbH hervorgegangen und betreibt außerdem die Stationen in Havixbeck, Senden, Dülmen, Hamm, Warendorf, Soest, Steinfurt und Borghorst. Seit mittlerweile 30 Jahren bietet das Unternehmen Carsharing im Münsterland an. Die Kunden können nicht nur diese Fahrzeuge nutzen, sondern auch ca. 8000 Fahrzeuge im Verbund der Carsharing-Organisationen deutschlandweit teilen.

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