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„Hospiz macht Schule“

Vom Werden und Vergehen

Nottuln

Das Projekt „Hospiz macht Schule“ läuft schon sehr lange in der Astrid-Lindgren-Schule. Und es ist immer wieder gut, wie Schule, Eltern, Kinder und die Ehrenamtlichen der Hospizgruppe Nottuln bestätigen.

Erlebten eine bereichernde gemeinsame Zeit: Schülerinnen und Schüler aus der Klasse 4b, Ehrenamtliche der Hospizbewegung Nottuln e.V. und Klassenlehrerin Melanie Borchers. Foto: Astrid-Lindgren-Schule

Mittlerweile ist es ein fest etabliertes Projekt in den Klassen 4 der Astrid-Lindgren-Schule: In der vergangenen Woche stand statt Mathe und Deutsch „Hospiz macht Schule“ für die Klasse 4b auf dem Stundenplan.

Statt in Schulbüchern Aufgaben zu lösen, konnten die 25 Schülerinnen und Schüler bei unterschiedlichen Aktionen alles, was sie zum Thema „Abschiednehmen und Lebensende“ bewegt, äußern und ihre Fragen dazu so gut wie möglich klären. Das schreibt die Schule in einer Pressemitteilung.

„Viele Kinder haben Berührungspunkte mit diesem Thema, zum Beispiel weil geliebte Haustiere verstorben sind oder sie Erfahrungen mit Todesfällen in der Verwandtschaft gemacht haben“, berichtet Helga Riemann-Schulze, die das Projekt an der Schule koordiniert. „Die Kinder beschäftigen diese Themen, aber es fehlt in der Schule normalerweise der Raum, um offen und mit ausreichend Zeit über solche existenziellen Fragen und Ängste zu sprechen.“

„Die Kinder beschäftigen diese Themen.“ (Lehrerin Helga Riemann-Schulze)

Durchgeführt wurde die Projektwoche nun zum wiederholten Male von insgesamt zehn Ehrenamtlichen der Hospizgruppe Nottuln unter der Leitung von Kerstin Schöppner. „Wir freuen uns, dass Sie wieder bei uns sind und sich die Zeit nehmen, um für unsere Schüler in der Projektwoche den Schulvormittag zu gestalten“, dankte Schulleiterin Karin Greßkämper dem Team.

Jeder Projekttag begann mit einem Anfangsritual: Nach einem gemeinsamen Lied wurde ein Koffer ausgepackt, dessen Inhalt Hinweise auf das Tagesthema gab. Werden und Vergehen, Krankheit und Leid, Traurig sein sowie Trost und Trösten standen jeweils für einen Tag auf dem Stundenplan. Über Bilderbücher, Filme oder Plakate wurden Informationen sensibel vermittelt, Gedankenanstöße gegeben und Ängste genommen.

„Sehr persönlicher Austausch möglich.“ (Lehrerin Melanie Borchers)

„Es war eine große Bereicherung, dass so viele Ansprechpartner der Hospizbewegung für Fragen zur Verfügung standen und immer wieder Kleingruppen gebildet werden konnten“, betont Melanie Borchers, Klassenlehrerin der Klasse 4b, in der Pressemitteilung. „Gerade in den Kleingruppen konnten sich die Schülerinnen und Schüler leicht öffnen, machten sehr persönliche Äußerungen, und ein intensiver Austausch mit den Ehrenamtlichen der Hospizbewegung war gegeben.“

Auch den Eltern bot sich die Möglichkeit, Einblick in „Hospiz macht Schule“ zu nehmen. Bereits vorab hatten sie die Gelegenheit, sich auf einem Elternabend über die Inhalte und Vorgehensweise im Rahmen der Projektwoche zu informieren. Zum Abschluss derselben am Freitag wurden dann noch die Eltern und Großeltern in die Aula der Schule eingeladen, in der die Ergebnisse auf Plakaten präsentiert wurden.

Ergebnisse für Eltern und Großeltern aufbereitet

Schulleiterin Karin Greßkämper: „Für die Klasse 4b was es eine sehr intensive Woche. Die Kinder konnten sich in einer sicheren Lernumgebung mit diesem emotionalen Thema auseinandersetzen und wurden in ihrer Persönlichkeitsentwicklung gestärkt.“

In zwei Wochen wird die Projektwoche noch einmal an der Astrid-Lindgren-Schule durchgeführt. Dann dürfen die Schülerinnen und Schüler der Klassen 4a daran teilnehmen, die durch die Berichte ihrer Mitschüler jetzt schon gespannt sind, heißt es abschließend.

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