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Gemeinsame Sitzung der Partnerschaftskomitees

„Vorbild für andere Kommunen“

Nottuln

Die Partnerschaftskomitees aus Nottuln und Chodziez leisten ganze Arbeit. Bürgermeister Thönnes spricht von einem „Herzensprojekt“.

Von Ludger Warnke

Gruppenbild der beiden Partnerschaftskomitees aus Chodziez und Nottuln. Foto: Ludger Warnke

30 Jahre und keine Spur von Abnutzung! Dass die Städtepartnerschaft zwischen Nottuln und Chodziez weiter so lebendig ist, hängt auch mit der Arbeit der beiden Partnerschaftskomitees zusammen. In der gemeinsamen Sitzung am Freitag im Pfarrheim St. Martinus war deutlich zu erkennen, wie sehr die Komitees miteinander harmonieren – einig im Ziel einer Grenzen überwindenden Freundschaft. Das gilt für alle Komiteemitglieder und insbesondere für die beiden Vorsitzenden Robert Hülsbusch auf Nottulner Seite und Beata Roguszka auf Chodziezer Seite. Die Freundschaft und gegenseitige Wertschätzung ist groß, was auch an den zahlreichen Gastgeschenken zu erkennen war. Dabei hatte Beata Roguszka etwas ganz Besonderes für die Nottulner mitgebracht: eine Statue des Heiligen Florian, Schutzpa­tron von Chodziez.

Der Heilige Florian

Für diese Statue werde es einen besonderen Platz in der Gemeinde geben, versprach Bürgermeister Dr. Dietmar Thönnes. Der Bürgermeister zeigte sich zutiefst beeindruckt vom herzlichen Umgang miteinander und sprach beiden Komitees einen großen Dank und großes Lob aus. „Das Fundament dieser Partnerschaft ist breiter als wir denken. Es geht von Herz zu Herz, ein Herzensprojekt“, betonte Thönnes.

Ähnlich äußerte sich auch Bürgermeister Jacek Gursz. Auch er dankte den Komitees und sprach davon, dass diese Partnerschaft nach 30 Jahren längst erwachsen geworden sei. Mit einem breiten Fundament und großer Erfahrung gehe man zuversichtlich in die Zukunft.

Beeindruckt zeigte sich Jacek Boguslawski, zweiter Vorstandsvorsitzender der Woiwodschaft Wielkopolskie (Großpolen). Er erlebte zum ersten Mal ein Treffen der beiden Partnerstädte und nannte diese Städtefreundschaft „ein Vorbild für andere Kommunen“.

Auszeichnung aus Großpolen

Boguslawski, im Verwaltungsbezirk Großpolen zuständig für Wirtschaft, Umweltschutz und Sport, hatte zudem ein besonderes Geschenk mitgebracht. Auf Antrag des Bürgermeisters von Chodziez hat der Vorstand der Woiwodschaft beschlossen, das Nottulner Partnerschaftskomitee mit der höchsten Auszeichnung der Woiwodschaft zu ehren – für einen bedeutenden Beitrag zum Aufbau der deutsch-polnischen Beziehungen, für die Vertiefung der internationalen Zusammenarbeit zugunsten einer umfassenden und nachhaltigen kulturellen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklung. Überraschung und Freude auf Nottulner Seite waren groß.

Mehr noch als von Reden, Geschenken und Ehrungen war das Komiteetreffen von gemeinsamen Erinnerungen geprägt. So berührte zum Beispiel der langjährige Komiteevorsitzende Jan Margowski mit seinen Gedanken an die Anfänge der Städtepartnerschaft.

Ach ja, ein wenig gearbeitet wurde auch noch. Zum Martinimarktjubiläum sind natürlich auch die Freunde aus Chodziez eingeladen; 2023 besucht das Nottulner Komitee am ersten Maiwochenende die Partnerstadt; 2024 erkunden beide Komitees gemeinsam eine Stadt in Deutschland. Beide Komitees werden Details nach der Sommerpause in einer Videokonferenz besprechen.

Und nicht zu vergessen: Dorota Idzak-Brummerloh erwies sich bei diesem Treffen als ausdauernde und zuverlässige Dolmetscherin.

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